Fakten zu Pneumokokken-bedingter Lungenentzündung
„Eine häufig unterschätzte Infektionskrankheit"
Lungenentzündung ist eine akute oder chronische Erkrankung des Lungengewebes. Sie gehört zu den häufigsten zum Tode führenden Infektionskrankheiten in Deutschland.
In vielen Fällen wird die Lungenentzündung durch Krankheitserreger wie Pneumokokken-Bakterien oder Grippe-Viren ausgelöst. Bis zu 45 Prozent aller außerhalb des Krankenhauses erworbenen Lungenentzündungen sind Pneumokokken-bedingt. Die Therapie einer Lungenentzündung wird durch die zunehmende Antibiotikaresistenz der Erreger erschwert.
Typische Krankheitszeichen für eine von Pneumokokken verursachte Lungenentzündung sind:
- rasch ansteigendes Fieber und Schüttelfrost
- zunächst trockener Husten, später (eitriger) Auswurf sowie Atemnot
- Abgeschlagenheit
- Schmerzen beim Einatmen und gelegentlich „rasselnder" Atem
Bei älteren Menschen sind die Anzeichen oft uncharakteristisch:
- schleppender Krankheitsbeginn ohne typische Anzeichen
- lediglich leicht erhöhte Körpertemperatur
- leichter Husten mit spärlichem Auswurf
- Herzrasen und Kurzatmigkeit
- die medizinische Diagnose ist oftmals schwierig und zeitaufwändig
Die lebensgefährliche Situation bei Menschen über 60 Jahre wird häufig unterschätzt. Dabei ist gerade für ältere Menschen eine schnelle Diagnose die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung. Eine Untersuchung zeigt, dass die Pneumokokken-Impfung bei Älteren 59 Prozent der durch Lungenentzündungen bedingten Todesfälle verhindern kann.

