Die Jugendgesundheitsuntersuchung J1 dient der Früherkennung und Prävention von Erkrankungen bzw. Risikofaktoren sowie der gesundheitlichen Aufklärung Jugendlicher im Alter von 12 bis 14 Jahren.
Sie ist wichtig, um neben körperlichen und psychosozialen Fehlentwicklungen auch gesundheitliche Probleme wie Übergewicht, Bewegungsmangel und Suchtverhalten frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Darüber hinaus wird im Rahmen der J1 der altersgerechte Impfstatus überprüft und fehlender Impfschutz vervollständigt bzw. aufgefrischt. Mädchen haben unter anderem hier die Gelegenheit, sich gegen Humane Papillomviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen auslösen können, impfen zu lassen. Obwohl die Untersuchung seit 1998 zum Leistungsangebot aller gesetzlichen Krankenkassen gehört und die Kosten somit vollständig übernommen werden, nutzen nur etwa 32 Prozent der Jugendlichen diese umfassende Vorsorgeuntersuchung.
Die Pubertät ist eine Zeit enormer persönlicher Entwicklungen – und der Unsicherheit. Denn auch der Körper entwickelt und verändert sich, wird erwachsen. Ob diese Entwicklungen „normal“ sind, können Jugendliche nicht immer einschätzen. Die J1 ist eine Chance für Heranwachsende, all diese Themen in einem vertraulichen Gespräch mit einem Arzt zu klären, den sie sich selbst aussuchen können. Die Jugendlichen können alleine zur J1 gehen oder in Begleitung von Freunden oder Eltern. Die Jugendgesundheitsuntersuchung J1 wird von Kinder- und Jugendärzten bzw. von Hausärzten durchgeführt.



