Glossar

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A
Antibiotika-Resistenz

Bakterien können mit Antibiotika bekämpft werden. Allerdings verändern sich viele Bakterien, so dass ein bestimmtes Antibiotikum nicht mehr wirksam ist: Das Bakterium ist resistent.

Antigen
Antikörper

Abwehrstoff des Körpers, der durch den Kontakt mit einem Krankheitserreger oder nach einer Impfung vom Immunsystem gezielt gegen diesen Erreger gebildet wird.

Auffrischimpfung

Impfung, die in einem bestimmten zeitlichen Abstand nach der vollständigen Grundimmunisierung erfolgt, um das Immunsystem erneut anzuregen.

B
Bakterien

Mikroskopisch kleine Lebewesen ohne echten Zellkern, die sich ungeschlechtlich durch Teilung vermehren. Bestimmte Bakterien können Krankheiten auslösen.

E
Entzündung

Eine Entzündung ist eine Reaktion des Organismus auf physische Verletzung, Infektion oder eine lokale Immunreaktion. Sie ist u. a. durch eine örtliche Ansammlung von Flüssigkeit, körpereigenen Abwehrstoffen und Immunzellen gekennzeichnet. Klassische Zeichen einer Entzündung sind Rötung, Erwärmung, Schwellung, Schmerz und Funktionseinschränkung.

Epidemie

Gehäuftes Vorkommen einer (Infektions-)Krankheit mit örtlicher und zeitlicher Begrenzung.

G
Genitalwarzen

Genitalwarzen sind hautfarbene Gewächse, die sich auf den äußeren Genitalorganen (Vulva, Vagina, Penis) oder in der Nähe des Anus sowohl bei Männern als auch bei Frauen bilden können. Genitalwarzen sind eine mögliche Folge einer Infektion mit dem humanen Papillomvirus. Sie sind nicht lebensbedrohlich, die Behandlung ist unangenehm und langwierig; häufig treten sie trotz Behandlung wieder auf.

Grundimmunisierung

Durch die meist mehrmalige Gabe eines Impfstoffes in festgelegten Zeitabständen wird ein Basisschutz vor einer Krankheit aufgebaut.

H
Hepatitis B

Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, verursacht durch das hochansteckende Hepatitis-B-Virus (HBV). Die weltweit vorkommende Infektionskrankheit kann oft Jahrzehnte lang ohne Beschwerden verlaufen, dann aber zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. Bei vielen chronisch Erkrankten zeigen die üblichen Therapien keine anhaltenden positiven Effekte. Eine wirksame Vorbeugung ist nur durch Impfung möglich. Empfohlen wird die Impfung für Säuglinge bzw. Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene mit hoher Infektionsgefährdung, wie z. B. Beschäftigte im Gesundheitsdienst.

Humane Papillomviren

Es gibt über 100 Typen der humanen Papillomviren. Manche humane Papillomviren verursachen Warzen an Händen und Füßen. Etwa 40 Typen der humanen Papillomviren können sowohl den Genitalbereich von Frauen als auch von Männern infizieren. In den meisten Fällen wird das körpereigene Immunsystem das Virus beseitigen. Humane Papillomviren sind sehr weit verbreitet und werden durch sexuelle Kontakte von einer Person auf die andere übertragen.

I
Immunglobuline

Bezeichnung für körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper) aus Eiweißen.

Immunität

Die durch Erkrankung oder Impfung erworbene körpereigene Fähigkeit des Immunsystems, Krankheitserreger abzuwehren.

Immunsystem

Das komplexe körpereigene Abwehrsystem, das eindringende Krankheitserreger bekämpft. Es besteht aus unterschiedlichen Zellen, die eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen.

Impfempfehlungen

In Deutschland werden Impfempfehlungen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin ausgesprochen. Die optimalen Zeitpunkte für empfohlene Impfungen können in Form eines Impfkalenders für alle Altersgruppen auf www.stiko.de eingesehen werden. Diese Empfehlungen sind Grundlage der öffentlichen Empfehlungen für Schutzimpfungen der obersten Landesgesundheitsbehörden. Impfempfehlungen betreffen freiwillige Impfungen, die dem Schutz zu Hause und auf Reisen dienen. Einige Empfehlungen gelten allgemein in Deutschland, z. B. Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie. Andere Impfempfehlungen gelten nur für ganz bestimmte Länder oder Regionen. Auch die Reisebedingungen sind zu berücksichtigen.

Impfung

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen in der Medizin. Moderne Impfstoffe sind in der Regel gut verträglich. Das unmittelbare Ziel der Impfung besteht darin, den einzelnen Geimpften vor einer ansteckenden Krankheit wie z. B. den Masern zu bewahren. Gleichzeitig können Impfungen eine Ausbreitung einer Erkrankung in der Bevölkerung verhindern und so auch Personen schützen, die sich, z. B. aus gesundheitlichen Gründen, nicht impfen lassen können. Um diesen sogenannten „Herdenschutz“ für die Allgemeinheit zu erzielen, sind hohe Impfraten der Bevölkerung ganz besonders wichtig.

Impfvorschriften

Impfvorschriften gibt es für Pflichtimpfungen, die internationalen Vorschriften unterliegen. In der Regel handelt es sich um die Gelbfieberimpfung, selten um andere, die bei Ein- oder Ausreise von einzelnen Ländern verlangt werden. Alle Impfungen müssen im internationalen Impfpass eingetragen sein. Mit den Impfvorschriften will das Reiseland seine eigene Bevölkerung schützen und verhindern, dass Krankheiten eingeschleppt werden.

Infektion

Das Eindringen eines Krankheitserregers in den Körper und seine dortige Vermehrung.

Influenza

Fachliche Bezeichnung für die Viruserkrankung Grippe.

K
Keuchhusten

Keuchhusten (Pertussis) ist eine durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöste hochansteckende Infektionskrankheit der Atemwege, die in der Regel mehrere Wochen bis Monate dauert und durch quälende Hustenattacken gekennzeichnet ist. Bei Jugendlichen und Erwachsenen sind die Symptome häufig untypisch, sodass die Diagnose oftmals erschwert ist. Bei Säuglingen können lebensbedrohliche Atemstillstände auftreten. Um einer Erkrankung frühzeitig vorzubeugen, wird die Impfung bereits für Säuglinge empfohlen (siehe auch Kinderkrankheiten). Um noch ungeimpfte Säuglinge vor einer Ansteckung zu schützen, wird neuerdings auch eine Impfung für Frauen im gebärfähigen Alter, enge Haushaltskontaktpersonen eines Neugeborenen sowie Personal im Gesundheitsdienst und in Gemeinschaftseinrichtungen empfohlen, sofern in den letzten 10 Jahren keine Pertussis-Impfung stattgefunden hat.

Kinderkrankheiten

Bezeichnung für jene Infektionskrankheiten, die aufgrund fehlender Immunität besonders häufig bei Kindern auftreten. Nicht-immune Erwachsene können ebenfalls erkranken. Aufgrund der teils schwer wiegenden Komplikationen wird gegen eine Reihe dieser sogenannten Kinderkrankheiten eine vorbeugende Impfung empfohlen: Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Keuchhusten.

Kombinationsimpfstoff

Ein Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Erregern bzw. Krankheiten schützen kann.

L
Lebendimpfstoff

Ein Impfstoff, der aus einem veränderten und abgeschwächten Erreger besteht, der die Krankheit nicht mehr auslösen kann.

M
MMR

Bezeichnung für Masern, Mumps und Röteln, drei sehr ansteckende Infektionskrankheiten, die häufig im Kindesalter auftreten (siehe auch Kinderkrankheiten). Zur Vorbeugung steht seit Jahren ein Kombinationsimpfstoff (MMR-Impfstoff) bereit, der einen Impfschutz gegen alle drei Erreger induziert.

P
Pandemie

Weltweiter Ausbruch einer Erkrankung.

Pertussis

Keuchhusten

Pneumokokken

Allgemein gebräuchlicher Name für Streptococcus pneumoniae. Dieses kugelförmige Bakterium ist der Erreger schwerer Lungenentzündungen und anderer Erkrankungen, wie Entzündungen des Herzmuskels, aber auch der Hirn- und Rückenmarkshäute.

Pneumonie

Lungenentzündung

Poliomyelitis

Kinderlähmung; Kurzform: Polio

Protein

Fachliche Bezeichnung für Eiweiß. Dies ist ein Naturstoff, der zu den wichtigsten Bestandteilen lebender Organismen gehört.

R
Rabies

Tollwut

Reiseimpfung

Impfungen, die anlässlich einer Reise überprüft, empfohlen bzw. gegeben werden. Sie gehören somit zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen für eine Reise. Welche Impfungen notwendig sind, hängt vor allem von der Reiseregion, aber auch von der Art der Reise, der Jahreszeit und dem bestehenden Impfschutz ab. Die Impfungen sollten möglichst 10 bis 14 Tage vor Reiseantritt erfolgt sein, damit ein entsprechender Impfschutz aufgebaut werden kann. Im Vorfeld der Reise ist daher eine frühzeitige Impfkontrolle beim Arzt wichtig.

Robert Koch-Institut (RKI)

Bundesinstitution mit den Aufgaben zur Konzeption und Koordination von Maßnahmen zur Infektionsbekämpfung und Überwachung im nationalen und internationalen Rahmen.

Rotaviren

Rotaviren sind die häufigsten Verursacher akuter Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Sie sind sehr leicht übertragbar. Bereits wenige Viruspartikel reichen aus, damit sich ein Kind anstecken kann. Durch eine Schluckimpfung kann einer Rotavirus-Erkrankung vorgebeugt werden.

S
Schmierinfektion

Übertragung und Ansteckung erfolgt über die Aufnahme von verunreinigtem Wasser oder Lebensmitteln. Auch der direkte Kontakt mit infektiösem Material wie Speichel, Stuhl oder Urin führt zur Infektion.

Schweinegrippe

Die Schweinegrippe, auch „Neue Grippe“ genannt, wird von einem Subtyp des Influenza-Virus mit der Bezeichnung A/H1N1 hervorgerufen. Ihre Erkrankungssymptome ähneln jenen einer gewöhnlichen saisonalen Grippe: Plötzlicher Krankheitsbeginn, Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Zusätzlich können auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Eine Übertragung der Viren kann vermutlich beim Sprechen, Husten oder Niesen erfolgen. Um eine Ansteckung zu verhindern, sollte daher auf direkten Kontakt mit möglicherweise erkrankten Personen verzichtet werden. Auch regelmäßiges gründliches Händewaschen, intensive Raumbelüftung und Nutzung von Einmaltaschentüchern sind sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen.

Sepsis

Bakterielle Blutvergiftung

STIKO

Die Ständige Impfkommission ist ein unabhängiges Expertengremium am Robert Koch-Institut in Berlin, das auf Veranlassung des Bundesgesundheitsministerium die aktuellen Impfempfehlungen erarbeitet.

T
Totimpfstoff

Ein Impfstoff, der entweder den abgetöteten Krankheitserreger oder Bestandteile des Erregers enthält.

Toxin

Fachliche Bezeichnung für Giftstoffe natürlichen Ursprungs, die von bestimmten Organismen (z. B. Bakterien) gebildet werden. Sie können bei anderen Organismen Krankheitserscheinungen auslösen.

Tröpfcheninfektion

Übertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen.

Tumor

Der Begriff Tumor steht in der Medizin für eine örtlich umschriebene Zunahme des Gewebevolumens, die beispielsweise durch eine Entzündung erfolgen kann. Im engeren Sinne handelt es sich bei einem Tumor um eine Neubildung (Neoplasie) des Gewebes, bei der man zwischen gutartigen (benignen) und bösartigen (malignen) Formen unterscheiden kann.

U
Uterus (Gebärmutter)

Der Uterus ist ein birnenförmiges Organ im unteren Bauchraum der Frau zwischen der Harnblase und dem Dickdarm. Der schmale, untere Teil der Gebärmutter ist der Gebärmutterhals; der breitere, obere Teil ist der Gebärmutterkörper.

V
Vagina

Die Vagina (Scheide) ist der vom Gebärmutterhals ausgehende Muskelschlauch zur Körperaußenseite. Die Vagina ist gewöhnlich 8 bis 10 cm lang, die Scheideninnenwände sind mit Schleimhaut bedeckt.

Vakzine

Fachliche Bezeichnung für Impfstoffe

Viren

Infektiöse Partikel, bestehend aus Erbinformation und von einer Eiweißhülle umgeben. Da sich Viren nicht eigenständig vermehren können, benötigen sie eine Wirtszelle. Sämtliche Organismen können von Viren befallen werden, einzelne Virusarten sind jedoch normalerweise wirtsspezifisch und befallen nur bestimmte Organismen oder Gruppen von Organismen: z. B. das Tollwutvirus nur Säugetiere oder humane Papillomviren nur Menschen.

W
Windpocken

Windpocken (Varizellen) ist eine durch das Varicella-Zoster-Virus ausgelöste Erkrankung. Windpocken gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter. Typische Symptome sind Fieber und ein juckender Hautausschlag mit Bläschen. Aufgrund der möglicherweise auftretenden schweren Komplikationen wird eine vorbeugende Impfung für alle Kinder und Jugendlichen (siehe auch Kinderkrankheiten) sowie bestimmten Erwachsenengruppen empfohlen.

Z
Zervix (Gebärmutterhals)

Der Gebärmutterhals ist das untere Ende der Gebärmutter (Uterus), das die Gebärmutterhöhle mit der Vagina verbindet.

Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)

Ein Zervixkarzinom ist eine Krebserkrankung des Gebärmutterhalses, dem unteren Teil der Gebärmutter, der die Gebärmutterhöhle mit der Vagina verbindet. Die Erkrankung entwickelt sich meist im Übergangsbereich zwischen dem äußeren Teil des Gebärmutterhalses, dem sogenannten Muttermund und dem inneren Teil des Gebärmutterhals.

Zoster

Auch Herpes zoster genannt. Bezeichnung für Gürtelrose. Jeder Erwachsene, der in seinem Leben – bemerkt oder unbemerkt – Windpocken hatte, ist dadurch gefährdet, an Gürtelrose zu erkranken. Denn die Windpockenviren (Varicella-Zoster-Viren) schlummern seit einer Windpocken-Infektion im Körper und können durch z. B. eine altersbedingte Schwächung des Immunsystems wieder aktiv werden. Eine Gürtelrose beginnt meist mit Abgeschlagenheit oder leichtem Fieber. In der Regel tritt dann auf einer Körperseite ein Ausschlag auf, meist am Oberkörper, Kopf, Nacken oder im Augenbereich. Dieser verwandelt sich in schmerzhafte und mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die aufplatzen, verkrusten und nach ein paar Wochen heilen. Neben dem typischen Hautausschlag leiden die meisten Betroffenen unter brennenden, stechenden Schmerzen im Bereich des Ausschlages, die konstant oder phasenweise auftreten können.

 

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