Leimen, 28.07.2010 - Möglichst früh beginnt ein Baby seine Umwelt zu erforschen, die Welt im wahrsten Sinne des Wortes zu „begreifen“. Berühren und das Berührt werden dienen der Ausbildung von motorischen Fähigkeiten und vermitteln dem Baby Wärme und Geborgenheit. Dabei werden durch eigene Tasterlebnisse wichtige
Erfahrungen gemacht. Eine bedeutsame Rolle beim Erkunden spielt außerdem
der Mund als empfindlichstes Tastorgan. Die Kleinen nehmen fast alles, was sie in die Finger bekommen, auch in den Mund, um zu entdecken, ob sich etwas kalt oder heiß, glatt oder rau, hart oder weich anfühlt. Nicht immer eine leichte Aufgabe für Eltern, alle spitzen, scharfen oder gar giftigen Dinge außer Reichweite des Kindes zu schaffen. Darüber hinaus birgt das „Erforschen“ auch noch weitere Gefahren: Einige Bakterien oder Viren können Tage bis Wochen auf glatten Oberflächen überleben und werden durch Schmier- oder Tröpfcheninfektionen übertragen, so auch Rotaviren. Nahezu jedes Kleinkind erleidet innerhalb der ersten fünf Lebensjahre eine Rotavirus-Infektion. „Durch Rotaviren verursachter Brechdurchfall kann bei Babys zu einer lebensgefährlichen Austrocknung führen.“ erklärt Dr. Markus Rose, Leiter der Poliklinik an der Universität in Frankfurt.