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Mittwoch, 8. September 2010
 
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Pressemeldungen

Infektionskrankheiten dürfen keine Schule machen

Robert Koch-Institut: Impflücken bei älteren Schülern werden größer

Leimen, 18.08.2010 - Ob Erstklässler oder Oberstufenschüler – für sie alle beginnt jetzt das neue Schuljahr. Doch in der Schule treffen sie nicht nur auf alte und neue Mitschüler: Überall, wo viele Kinder und Jugendliche miteinander in Kontakt kommen, können sich Krankheitserreger und damit ansteckende Infektionskrankheiten verbreiten. In Deutschland sind vor allem Schüler im Alter von 9 bis 18 Jahren von Erkrankungen betroffen, denen man mit Impfungen hätte vorbeugen können. Entweder, weil sie im Kindesalter nicht vollständig geimpft worden sind und diese Impfungen später nicht nachgeholt wurden – wie häufig bei der Masernimpfung der Fall − oder weil ihr Impfschutz gegen Infektionskrankheiten wie Keuchhusten oder Hepatitis B nicht aufgefrischt wurde. So das Ergebnis der Landesimpfkampagne in Nordrhein-Westfalen (NRW), die das Robert-Koch-Institut (RKI) kürzlich veröffentlicht hat.

Jetzt gegen die saisonale Grippe impfen

Leimen, 17.08.2010 - Fünf bis 20 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung infizieren sich jährlich mit einer Virusgrippe.1 Bis zu fünf Millionen zusätzliche Arztbesuche sind während einer Influenzawelle zu verzeichnen, und zwischen 5.000 und 20.000 erkrankte Personen werden aufgrund schwerer Verläufe jedes Jahr ins Krankenhaus eingewiesen.1 Komplikationen treten vor allem bei älteren Personen mit Grunderkrankungen auf. Experten raten deshalb besonders chronisch Kranken und älteren Menschen, sich jetzt gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen.2 Eine Grippeimpfung gehört zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen, allerdings wird diese Möglichkeit in der Bevölkerung leider immer noch viel zu wenig wahrgenommen. Viele Menschen kennen den Unterschied zwischen einer Grippe und einem grippalen Infekt nicht und sind sich ihrer individuellen Gefährdung nicht bewusst.

Chancen und Risiken – Wie Babys die Welt entdecken

Leimen, 28.07.2010 - Möglichst früh beginnt ein Baby seine Umwelt zu erforschen, die Welt im wahrsten Sinne des Wortes zu „begreifen“. Berühren und das Berührt werden dienen der Ausbildung von motorischen Fähigkeiten und vermitteln dem Baby Wärme und Geborgenheit. Dabei werden durch eigene Tasterlebnisse wichtige Erfahrungen gemacht. Eine bedeutsame Rolle beim Erkunden spielt außerdem der Mund als empfindlichstes Tastorgan. Die Kleinen nehmen fast alles, was sie in die Finger bekommen, auch in den Mund, um zu entdecken, ob sich etwas kalt oder heiß, glatt oder rau, hart oder weich anfühlt. Nicht immer eine leichte Aufgabe für Eltern, alle spitzen, scharfen oder gar giftigen Dinge außer Reichweite des Kindes zu schaffen. Darüber hinaus birgt das „Erforschen“ auch noch weitere Gefahren: Einige Bakterien oder Viren können Tage bis Wochen auf glatten Oberflächen überleben und werden durch Schmier- oder Tröpfcheninfektionen übertragen, so auch Rotaviren. Nahezu jedes Kleinkind erleidet innerhalb der ersten fünf Lebensjahre eine Rotavirus-Infektion. „Durch Rotaviren verursachter Brechdurchfall kann bei Babys zu einer lebensgefährlichen Austrocknung führen.“ erklärt Dr. Markus Rose, Leiter der Poliklinik an der Universität in Frankfurt.

Kinderlähmung: Ansteckungsgefahr steigt

Höchste Anzahl an Ländern mit Polio-Fällen seit 2000!

Leimen, 12.07.2010 - Wer Kinderlähmung (Polio/Poliomyelitis) für ausgerottet hält, der irrt: Denn die Erkrankung wird weltweit in immer mehr Ländern registriert! Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden im vergangenen Jahr 1.337 Polio-Fälle in 23 Ländern erfasst (Stand: 11. November 2009). Das sind acht Länder mehr als in der gleichen Periode im Jahr zuvor und die höchste Anzahl an Ländern seit 2000.1 Durch Reisen in diese Länder besteht die Gefahr, dass ungeschützte Menschen sich mit dem Erreger infizieren. Somit steigt das Risiko, dass das gefährliche Virus wieder in Europa eingeschleppt wird. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut, Berlin, rät deshalb allen Erwachsenen zur Auffrischimpfung – falls diese bisher keine Auffrischung des Schutzes erhalten haben und bei fehlender/unvollständiger Grundimmunisierung.

Tetanus: Hier lauern die Ansteckungsgefahren

Tetanus-Erkrankungen kann man durch eine Impfung vorbeugen

28.04.2010 - Bagatellverletzungen kommen im Alltag häufig vor. In einem unachtsamen Moment passiert es schnell, dass man sich eine Hautverletzung zuzieht. Pflaster drauf und schon ist die Schramme wieder vergessen. Was viele nicht wissen: „Bereits bei den kleinsten Verletzungen können gefährliche Tetanus-Erreger in die Wunde eindringen, mitunter mit verheerenden Folgen für die Gesundheit“, weiß Dr. Matthias Frank, Facharzt für Allgemeinmedizin. Deshalb sollten Sie wissen, wo die Gefahren lauern und wie man der Erkrankung mit einer Impfung vorbeugen kann.

Mythen über Infektionserkrankungen – Wir klären auf!

Leimen, 19.04.2010 - Die Unwissenheit über Infektionserkrankungen in der Bevölkerung ist groß. Es kursieren viele Mythen und Irrtümer. Die häufigsten Fehlannahmen stellen wir hier richtig:

Dem WHO-Ziel einen Schritt näher

Leimen,  1.04.2010 - Masern sollen in Europa eliminiert werden. Deshalb empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine zweimalige Impfung bei mindestens 95 Prozent aller Kinder. In Deutschland ist die Zahl der Masern-Erkrankungen aufgrund der Impfung zwar rückläufig, für die angestrebte Eliminierung der Masern reicht die Impfquote jedoch noch nicht aus.

Eine Impfung gegen Keuchhusten ist für Erwachsene jetzt Kassenleistung!

Leimen, 31.03.2010 - Eine Keuchhustenimpfung für Erwachsene wird von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in Berlin entschieden. Der G-BA ist das oberste Selbstverwaltungsgremium von Ärzten und Krankenkassen, das festlegt, welche medizininische Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Damit setzt der GBA die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Berliner Robert Koch-Institut um, die seit Juli 2009 zu einer Auffrischimpfung gegen Keuchhusten rät. Die Kostenübernahme ist mit der neuesten Veröffentlichung in der Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses für alle gesetzlichen Krankenkassen verpflichtend. Diese Änderung wurde jetzt im Bundesanzeiger veröffentlicht und gilt somit rückwirkend seit 15. Oktober 2009. Das gilt auch für die Erstattung einer Auffrischimpfung gegen Polio (Kinderlähmung) für Erwachsene, deren Polio-Impfschutz im Jugendlichen- oder Erwachsenenalter bisher nicht einmalig aufgefrischt wurde.

Keuchhusten trifft Erwachsene!

Leimen, 11.11.2009 - Erwachsene erkranken weitaus häufiger an Keuchhusten als Kinder. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin jetzt allen Erwachsenen eine Impfung. In Sachsen empfiehlt die dortige Impfkommission SIKO bereits seit 2007 eine Auffrischimpfung gegen Keuchhusten (Pertussis) in zehnjährigem Abstand. „Seit dieser Empfehlung sind die Pertussis-Erkrankungen im Erwachsenenbereich rückläufig“, bestätigt Dr. Regine Krause-Döring, Leiterin des Gesundheitsamtes Leipzig.

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