Ansteckung
- Die Bakterien werden durch kleinste Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen. Deshalb spricht man von einer Tröpfcheninfektion.
- Sie siedeln sich im Nasen-Rachen-Raum an und können dort lange überdauern, ohne Beschwerden oder Erkrankungen auszulösen. So sind bei jedem Zweiten Pneumokokken natürliche Bewohner der oberen Atemwege.
- Bei zunehmender Schwäche des Abwehrsystems (z. B. bei über 60-Jährigen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen wie COPD oder Asthma) breiten sie sich jedoch außerhalb des Nasen-Rachen-Raumes aus.
- Pneumokokken sind sehr widerstandsfähig und können sich schlagartig vermehren. Zwei Tage nach Besiedelung der Atemwege kann eine Erkrankung auftreten.
- Aufgrund der rasanten Vermehrung der Bakterien ist eine Behandlung oftmals schwierig: Jeder zweite Todesfall durch Pneumokokken ereignet sich innerhalb von 48 Stunden trotz adäquater Antibiotikatherapie.
- Auch wer bereits eine Pneumokokken-Infektion hinter sich hat, ist nicht davor geschützt, erneut an Pneumokokken zu erkranken.


