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Dienstag, 22. Mai 2012
 
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Fragen und Antworten

Sie haben Fragen rund um das Thema Impfungen? Wir haben für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt.

 

Klicken Sie einfach die gewünschte Rubrik an und Sie erhalten eine Liste mit den Fragen und Antworten zum gewählten Thema.

 

Sie haben Ihre Frage nicht gefunden? Sie wünschen weitere Informationen? Wenden Sie sich an Ihren Kinder-, Jugend- oder Hausarzt oder werden Sie Teilnehmer unserer Dialogplattform www.impfenimdialog.de

 

 

Häufig gestellte Fragen:

Im Gegensatz zu dieser weit verbreiteten Annahme gibt es oft zur Heilung von Infektionskrankheiten keine geeigneten Medikamente. So ist nach wie vor kein Medikament verfügbar, mit dem Masern, Mumps oder Röteln behandelt werden können, und viele Bakterien (z. B. Pneumokokken) sind zunehmend resistent gegen Antibiotika. Gegen Wundstarrkrampf gibt es nach wie vor kein wirksames Mittel.

Der Mensch besitzt ein ausgeklügeltes Abwehrsystem – das Immunsystem. Damit kann sich unser Körper gegen unerwünschte Eindringlinge wie Viren oder Bakterien wehren. Die körpereigene Abwehr ist in der Lage, Krankheitserreger zu erkennen und Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Dabei werden Antikörper gebildet, die jeweils gegen einen bestimmten Erreger gerichtet sind. Nachdem sie die Krankheitserreger erfolgreich bekämpft haben, bleiben einige Antikörper im Blut, und ein körpereigenes „Abwehrgedächtnis“ wird gebildet. Gelangt der Erreger nochmals in den Körper, „erinnert“ sich das Immunsystem und produziert sehr viel schneller die passenden Antikörper. Die Erreger werden unschädlich gemacht, bevor die Krankheit ausbrechen kann. Die Impfung ahmt den Kontakt mit dem Krankheitserreger in kontrollierter Weise nach. Im Gegensatz zu einer echten Infektion werden dem Körper aber nur abgeschwächte oder abgetötete Erreger beziehungsweise Erregerbestandteile verabreicht. Dies genügt, um das Immungedächtnis und die Antikörperbildung anzuregen, ohne dass es zur Erkrankung kommt.

Impfstoffe gehören zu den sichersten Arzneimitteln, die in Deutschland zugelassen sind: Bereits während des Zulassungsverfahrens werden an Impfstoffe höchste Anforderungen bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit gestellt. Darüber hinaus werden sie nach der Zulassung regelmäßig durch die zuständige Behörde überprüft.

Jedes wirksame Medikament kann neben der gewünschten Wirkung auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Nach einer Impfung kann es beispielsweise zu leichtem Fieber, allgemeinem Unwohlsein oder Rötungen an der Einstichstelle kommen. Diese Symptome sind jedoch vorübergehend und klingen schnell und folgenlos wieder ab. Sie sind kein Grund zur Beunruhigung, sondern zeigen, dass das Immunsystem aktiviert ist.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt, welche Impfungen von hohem Wert für den Gesundheitsschutz des Einzelnen und der Allgemeinheit sind, um übertragbaren Krankheiten wirksam vorzubeugen. Die STIKO ist ein unabhängiges Expertengremium und wird vom Bundesgesundheitsministerium berufen. Ihre Impfempfehlungen werden regelmäßig aktualisiert. Anhand dieser Impfempfehlungen kann der Arzt seine Patienten beraten, wie, wann und gegen was sie geimpft sein sollten.

Alle Standardimpfungen übernehmen in der Regel die Krankenkassen. Impfungen für bestimmte Berufsgruppen zahlt der Arbeitgeber. Reiseimpfungen muss der Patient in der Regel selbst bezahlen.

Einige Menschen haben aus Angst vor Nebenwirkungen oder anderen Gründen noch immer Vorbehalte gegenüber Impfungen. Aber die Folgen einer Infektionskrankheit können für Ihr Kind sehr schlimm sein: Impfungen können hingegen wirksam davor schützen. So kann z. B. Keuchhusten bei Säuglingen zu lebensgefährlichen Atemstillständen oder Hepatitis B zu schweren Leberentzündungen bis hin zu Leberkrebs führen. Alle Impfempfehlungen basieren auf wissenschaftlichen Grundlagen. Zudem gehören Impfstoffe zu den sichersten Arzneimitteln, die wir haben.

Das ist nicht zwangsläufig der Fall, denn es gibt Impfstoffe, die zusammen geimpft werden können. So ist zum Beispiel die Impfung gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung und Keuchhusten mit nur einer Spritze möglich.

Die Wirkdauer von Impfungen ist unterschiedlich. Einige Impfungen beugen der Erkrankung wahrscheinlich ein Leben lang vor, wie etwa die Masern-, Mumps- und Röteln-Impfung. Viele Impfungen, wie zum Beispiel die gegen Tetanus und Diphtherie, sind etwa 10 Jahre wirksam, während andere Impfungen aus unterschiedlichen Gründen früher wiederholt werden müssen. So wird z. B. die Grippe- Impfung jährlich wiederholt. Wichtig zu wissen: Auch das Durchmachen einer Krankheit führt nicht unbedingt zu lebenslanger Immunität. So kann man beispielsweise mehrmals an Keuchhusten erkranken.

Seit 2006 besteht die Möglichkeit gegen sogenannte humane Papillomviren (kurz: HPV) zu impfen, denn diese Viren können Gebärmutterhalskrebs auslösen. Von den mehr als 100 verschiedenen Virustypen sind vor allem die HPV-Typen 16 und 18 wichtig: Sie sind für etwa 75 % aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs in Europa verantwortlich. Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV-Typen 16, 18) daher für alle Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren.  Frauen mit Kinderwunsch sollten zudem ihren Impfstatus vor der Schwangerschaft von ihrem Hausarzt oder Frauenarzt prüfen und fehlende Impfungen nachholen lassen. Denn dies ist nicht nur wichtig für den eigenen Schutz, sondern auch für das ungeborene Kind.

Ja, gerade chronisch Kranke müssen sich vor Infektionskrankheiten schützen, denn die Immunabwehr ist durch die Grunderkrankung oft geschwächt. Dadurch kann ein Erreger leichter in den Organismus eindringen und dort zu schweren Erkrankungsverläufen führen. Dies wirkt sich wiederum negativ auf die Grunderkrankung aus. Die STIKO empfiehlt daher die Pneumokokken-Impfung sowie eine jährliche Grippe-Impfung.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten. Er wird dafür sorgen, dass für Sie ein alters-entsprechender Impfschutz aufgebaut wird.

Wer unter einer akuten, behandlungsbedürftigen Erkrankung leidet, sollte frühestens zwei Wochen nach der Genesung geimpft werden. Banale Infekte wie eine Erkältung mit erhöhter Temperatur (bis 38,5°C) sind hingegen kein Grund, auf eine Impfung zu verzichten. Im Falle eines angeborenen oder erworbenen Immundefektes ist über die Impfung mit einem Lebendimpfstoff individuell zu entscheiden. Allergien gegen Bestandteile des Impfstoffes können gegen eine Impfung sprechen. Schwangere dürfen nicht mit Lebendimpfstoffen geimpft werden. Um einschätzen zu können, welche Impfungen bei Ihnen sinnvoll sind, lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

 

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Impfen im Dialog

Tellsomeone

Eine Informationsseite über Gebärmutterhalskrebs, seine Vorstufen und die HPV-Impfung

ROTAVIRUS-INFO

Informationen zur Rotavirus-Erkrankung und zur Rotavirus-Schluckimpfung

Impfkalender

Erfahren Sie interaktiv, welche Impfungen die STIKO empfiehlt.