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Freitag, 12. März 2010
 
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Masern

Der Masern-Erreger wird wie viele andere Viren durch Tröpfcheninfektion übertragen

Die Masern sind eine Viruserkrankung, die durch Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen wird. Nach der Übertragung vermehren sich die Viren erst einmal in der Nasen- und Rachenschleimhaut, ehe es nach einige Tagen zu einer ersten Aussaat über das Blut kommt. Zuerst treten 8 - 12 Tage nach der Ansteckung anscheinend uncharakteristische Infektionszeichen auf, ein Schnupfen, eine Bindehautentzündung, ein unproduktiver Reizhusten und Fieber. Wenn man den Mund inspiziert, kann man an der Wangenschleimhaut typische kleine weiße Flecken, die nach ihrem Entdecker Koplik benannt sind, erkennen. Die Erscheinungen verschwinden, die Temperatur normalisiert sich, aber nach einigen Tagen kommt es unter erneutem Fieberanstieg zum typischen Hautausschlag. Dieser beginnt am Kopf hinter den Ohren, schreitet an den folgenden Tagen weiter abwärts und wenn die Beine erreicht werden, blasst er im Gesicht bereits wieder ab. Während der ersten Tage besteht eine ausgesprochene Lichtscheu, die auf die Mitbeteiligung des Sehnerven zurückzuführen ist. Schon während der uncharakteristischen ersten "Erkältungssymptome" besteht eine außerordentlich hohe Ansteckungsfähigkeit, sie lässt erst mit Ausbruch des Hautausschlages nach und verschwindet etwa um den 6. Tag.

 

Begleitet werden die Masern oft von einem hartnäckigen Reizhusten, es kann aber auch ein Krupphusten oder eine Lungenentzündung entstehen. Auch eitrige Ohrenentzündungen sind nicht selten. Gefürchtet ist die Entzündung des Gehirns, die Enzephalitis. Von diesen Betroffenen stirbt jeder fünfte, bei einem Drittel bleiben Spätfolgen zurück. Besonders gefährdet sind Säuglinge, die oft an atypischen Masern erkranken. Deshalb ist die Durchimpfung der Umgebung besonders wichtig.

 

Erwähnt werden muss auch eine seltenere Komplikation, die "subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE)". Hierbei handelt es sich um eine Spätfolge, die mehrere Jahre nach der überstandenen Masernerkrankung auftritt. Unaufhaltsam wird das Gehirn langsam zerstört, nach und nach verschwinden die Körperfunktionen bis schließlich der Tod eintritt.

 

Wirksamen Schutz bietet die Masern-Schutzimpfung, bei der ein Lebendimpfstoff angewendet wird. Man benutzt sogenannte "attenuierte" Viren, d. h. die Krankheitserreger sind so verändert worden, dass sie sich zwar im Körper nach der Impfung vermehren, denn dies ist notwendig, damit eine ausreichende Immunität entsteht, sie verursachen aber keine Masernerkrankung.

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