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Dienstag, 9. März 2010
 
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Verbreitung von Keuchhusten

Keuchhusten ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit

Keuchhusten ist weit verbreitet
Bordetella pertussis, der Erreger des Keuchhustens, kommt weltweit vor. Immer häufiger werden Keuchhusten-Erkrankungen in Deutschland bei Jugendlichen und Erwachsenen beobachtet. Nur wenige Erwachsene sind geimpft.


Genaue Angaben über die Zahl der Keuchhusten-Erkrankungen in Deutschland liegen jedoch nicht vor, da es keine bundesweite Meldepflicht für Keuchhusten laut Infektionsschutzgesetz gibt. Die Regelung der Meldepflicht ist Ländersache. Bei einer Studie aus den Jahren 2001-2004 stellte sich jedoch heraus, dass von 974 Erwachsenen, die länger als sieben Tage gehustet hatten, jeder zehnte Keuchhusten hatte. Hochgerechnet entspricht das bundesweit rund 100.000 Erkrankungsfällen pro Jahr. Offizielle Zahlen liegen beispielsweise für die neuen Bundesländer vor.

 

Impfungen zeigen Erfolge

Durch den vermehrten Einsatz von Kombinationsimpfstoffen, z. B. gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten, stieg die Rate der gegen Keuchhusten Geimpften in Deutschland seit 1991 an und lag im Jahr 2004 bei ca. 90 Prozent der eingeschulten Kinder. Doch der im frühen Kindesalter erworbene Impfschutz lässt mit zunehmendem Alter nach. Immer häufiger kommt es daher zu Keuchhusten-Erkrankungen bei Jugendlichen und Erwachsenen. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) waren 2000-2004 71 Prozent der Erkrankten älter als 15 Jahre. Seit 2002 beobachten die Wissenschaftler des RKI aber auch eine Zunahme von Keuchhusten bei jüngeren Kindern ab 5 Jahre, obwohl diese häufig eine Grundimmunisierung gegen Keuchhusten erhalten haben. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO ) seit 2006, die im Alter von 5–6 Jahren zu verabreichende Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie durch eine Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten zu ersetzen.

 

Keuchhusten wird bei Jugendlichen und Erwachsenen oft nicht erkannt

Häufig wird Keuchhusten laut Experten bei Jugendlichen und Erwachsenen nicht erkannt. Der Keuchhusten verläuft nämlich oft mit weniger ausgeprägten Symptomen, so dass die Diagnose erschwert und der Keuchhusten nicht richtig behandelt wird. Die Komplikationen einer Keuchhusten-Erkrankung (Lungen- oder Mittelohrentzündungen) können dann sogar eine Behandlung im Krankenhaus nötig machen. Unerkannt stellt die Erkrankung von Familienmitgliedern und Kontaktpersonen außerdem eine Gefahr für Säuglinge und Kleinkinder dar. Die Ständige Impfkommission (STIKO ) empfiehlt Keuchhusten-Impfungen für alle Personen im unmittelbaren Umfeld von Säuglingen und Kleinkindern, also Eltern, Geschwistern, Großeltern, aber auch Tagesmüttern und Babysittern. Der Freistaat Sachsen geht noch über diese Empfehlung hinaus: Hier kann sich bereits jeder Erwachsene alle 10 Jahre kostenlos gegen Keuchhusten impfen lassen.

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