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Donnerstag, 11. März 2010
 
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Erreger und Übertragung von Keuchhusten

Das Bakterium Bordetella pertussis verursacht Keuchhusten

Keuchhusten: Die Übertragung erfolgt über Tröpfcheninfektion

Der Erreger des Keuchhustens wird von Mensch zu Mensch übertragen.


Der Erreger des Keuchhustens ist das Bakterium Bordetella pertussis (B. pertussis). Er vermehrt sich auf der Schleimhaut der Atemwege und wird von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion übertragen. Eine infektiöse Person kann innerhalb eines Abstandes von ca. einem Meter das Bakterium durch Husten, Niesen, Sprechen aber auch beim Küssen übertragen. Auch infizierte Menschen ohne Symptome der Keuchhusten-Erkrankung können vorübergehend Träger des Bakteriums sein. Sie erkranken selbst nicht, können den Erreger aber weitergeben.

 

Mit Keuchhusten ist man unbehandelt lange ansteckend

Die Zeit zwischen dem Kontakt mit dem Erreger und den ersten Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt 7-20 Tage. Danach können Patienten bis über 5 Wochen hinaus ansteckend sein. Erkrankte sollten unbedingt ärztlich behandelt und nach Abklingen der Erkrankung alle 10 Jahre immunisiert werden.

 

Keuchhusten – nur eine Kinderkrankheit?

Keuchhusten ist keine typische Kinderkrankheit. Auch ein Erwachsener, der als Kind Keuchhusten hatte oder dagegen geimpft wurde, kann erneut und wiederholt erkranken. Nach einer vollständigen Impfung ist man für ca. 10 Jahre geschützt. Seit den 1990er Jahren beobachtete man in vielen Industriestaaten, dass immer häufiger auch Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene an Keuchhusten erkranken. Obwohl die Krankheit bei Jugendlichen und Erwachsenen mit weniger stark ausgeprägten Symptomen verläuft, ist diese Entwicklung bedenklich: Diese Infizierten können Säuglinge und kleine Kinder in ihrem Umfeld anstecken. Für diese kann Keuchhusten lebensgefährlich sein!

In Deutschland wird derzeit die Impfung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in häufigen Kontakt mit Säuglingen und Kleinkindern kommen können, von der Ständigen Impfkommission (STIKO ) am Robert Koch-Institut empfohlen. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich ebenfalls unbedingt gegen Keuchhusten impfen lassen.
Der Freistaat Sachsen trägt bereits der Tatsache Rechnung, dass Keuchhusten für jeden Erwachsenen eine unnötige Bedrohung darstellt. Jeder Erwachsene kann sich hier alle 10 Jahre kostenlos gegen Keuchhusten impfen lassen.

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