Zeigen sich die klassischen Anzeichen des Keuchhustens wie Stakkatohusten und ziehendes Einatmen, kann der Arzt die Diagnose häufig aufgrund der Symptome stellen.
Pertussis wird im Volksmund auch Keuchhusten genannt. Dieser Begriff beschreibt das charakteristische Symptom der Erkrankung: Ein heftiger bellender, stakkatoartiger Husten, gefolgt von einem ziehenden, keuchenden Einatmen. Allerdings tritt die im Kindesalter klassisch ausgeprägte Symptomatik bei Erwachsenen oft nur in abgeschwächter Form auf. Keuchhusten ist daher oft nur schwer zu diagnostizieren. Besteht wegen eines lang anhaltenden Hustens im Erwachsenenalter der Verdacht auf eine Keuchhusten-Infektion, sollte als nächstes der Erreger im Rachenabstrich oder im Blut nachgewiesen werden.
Wie behandelt man Keuchhusten?
Wenn es zu einer Keuchhusten-Infektion gekommen ist, müssen Erkrankte und enge Kontaktpersonen vorsorglich mit einem Antibiotikum behandelt werden. So lässt sich die Ansteckungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder verringern. Da die antibiotische Therapie in der Regel nicht früh genug eingesetzt wird, können Dauer und Heftigkeit der Hustenattacken oft nicht wesentlich beeinflusst werden.
Es gilt: Vorbeugen (durch Impfen) ist besser als Heilen. So sollten bei der Erstimpfung von Säuglingen und Kleinkindern alle Personen im engen Umfeld hinsichtlich ihres Impfstatus überprüft und bei Bedarf geimpft werden. Häufig sind Eltern und Großeltern nicht geimpft.
Bei Keuchhusten Kontakt zu Kindern meiden
Erwachsene Keuchhusten-Patienten dürfen laut Infektionsschutzgesetz solange keine Lehr-, Erziehungs-, Pflege-, Aufsichts- oder sonstige Tätigkeiten ausüben, bis die Ansteckungsgefahr vorüber ist. Auch im Krankenhaus sollten sie solange von anderen Patienten getrennt untergebracht werden, bis sie nicht mehr ansteckend sind.

