Hepatitis B ist weltweit verbreitet, deshalb werden die Erdregionen in Risikogebiete eingeteilt mit hoher, mittlerer und niedriger Durchseuchung.
Dienstag, 9. März 2010
Verbreitung
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind etwa 2 Mrd. Menschen weltweit infiziert, was ca. 1/3 der Weltbevölkerung entspricht. Etwa 5 bis 10 % der Hepatitis B-Infektionen von Erwachsenen verlaufen chronisch. Bis zu 7.000 Erkrankungen werden jährlich gemeldet, wobei die Zahl der tatsächlich stattfindenden Erkrankungen etwa 10mal höher liegt. Die Infektiosität ist ca. 50-100-fach höher als beim HIV.
Besonders betroffen von der Hepatitis B sind Entwicklungsländer, mit einer Bevölkerungsdurchseuchung von mehr als 8 % in China, Südostasien, auf den pazifischen Inseln, in Zentral- und Südafrika sowie weite Teile Südamerikas. Der mittlere Osten, Nordafrika, Japan sowie nördliche Teile Südamerikas zählen zu den mäßig endemischen Gebieten, mit einer Durchseuchungsrate von 2 bis 7 %. In den einzelnen Ländern Europas beobachtet man einen sehr unterschiedlichen Durchseuchungsgrad zwischen < 2 % der Bevölkerung in Nordwesteuropa (Skandinavien, Großbritannien) und bis zu 7 % der Bevölkerung in Ost- und Südeuropa. Die höchste Infektionsrate in Industriestaaten, wie Nordamerika und Europa, findet man bei Personen, die besonderen Risikogruppen angehören.
Insgesamt sind in Deutschland schätzungsweise fast 500.000 Menschen chronische Hepatitis B-Träger, mindestens ein Drittel davon sind Kinder oder Erwachsene, die die Infektion im Kindesalter erworben haben.
Impfungen zeigen Erfolge
Seit 2001 wird in Deutschland tendenziell ein Rückgang von Hepatitis B-Erkrankungen beobachtet.

