Der Erreger der Hepatitis B ist ein DNA-Virus, das zur Virusfamilie der Hepadnaviridae zählt. Bei der Vermehrung ist das Virus auf einen Wirt angewiesen, d. h. dass das Virus den Menschen braucht, um sich zu vermehren.
Montag, 6. September 2010
Erreger & Übertragung

Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch infektiöses Blut oder andere Körperflüssigkeiten, wie Speichel, Sperma, Wund- und Vaginalsekret. In den entwickelten Industriestaaten erfolgt die Übertragung in den meisten Fällen durch ungeschützte Sexualkontakte oder durch verunreinigtes Drogenbesteck, aber auch über die Mundschleimhaut, wie z. B. durch die gemeinsame Benutzung einer Zahnbürste. Ebenfalls zu beachten ist die Übertragung des Virus von der infizierten Mutter auf das Neugeborene während der Geburt. Schon ein Zehntausendstel Milliliter infektiösen Blutes kann eine Infektion verursachen.
Die Zeit zwischen dem Kontakt mit dem Erreger und den ersten Krankheitszeichen (Inkubationszeit genannt) beträgt im Durchschnitt 60 bis 90 Tage. In dieser Zeit sind zwar noch keine Symptome erkennbar, der Infizierte kann die Krankheit aber bereits weitergeben und andere Menschen infizieren.
Zur Vorbeugung einer Hepatitis B gibt es eine gut wirksame Impfung, die seit 1996 in Deutschland für alle Säuglinge, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO ) empfohlen wird.
