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Mittwoch, 10. März 2010
 
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Kinder & Jugendliche impfen

Impfungen schützen Kinder und Jugendliche vor Infektionskrankheiten

Impfungen, die im Säuglings- und Kleinkindalter vorgenommen wurden, müssen zum Teil bei Kindern und Jugendlichen aufgefrischt oder vervollständigt werden.

 

Zum Impfkalender.

Häufig gestellte Fragen

Ist Gebärmutterhalskrebs eine weit verbreitete Krankheit?

In Deutschland erkranken jährlich über 6.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und etwa 2.000 sterben daran. Das heißt, pro Tag sterben in Deutschland 5 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. In Europa (25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Island, Norwegen und die Schweiz) ist Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache junger Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren.

Welche Ursachen für Gebärmutterhalskrebs gibt es?

An Gebärmutterhalskrebs kann jede Frau erkranken. Anders als bei anderen Krebserkrankungen ist die Ursache für so gut wie alle Fälle bekannt: ein Virus, das so genannte humane Papillomvirus (HPV). Es gibt mehr als 100 bekannte verschiedene Virustypen, für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sind vor allem die HPV-Typen 16 und 18 bedeutend: Sie sind für zirka 75 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs in Europa verantwortlich.

Wie können Sie sich vor Gebärmutterhalskrebs schützen?

Die Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge kann frühe Veränderungen feststellen. Seit kurzer Zeit gibt es außerdem eine Impfung, die vor Gebärmutterhalskrebs schützen kann. Am besten ist es, geimpft zu sein, bevor man mit dem Virus in Kontakt kommt. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Impfung für Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren.

Muss ich noch zur Vorsorge-Untersuchung gehen, wenn ich gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft bin?

Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich langsam und über Vorstufen. Diese können durch regelmäßige Krebsfrüherkennungsuntersuchungen frühzeitig erkannt und dann behandelt werden - bevor sich Krebs entwickelt. Deshalb ist es besonders wichtig, auch nach der Impfung weiterhin zur Krebsfrüherkennung zu gehen, um Veränderungen zu erkennen, die durch humane Papillomvirustypen verursacht werden, die nicht durch den Impfstoff abgedeckt sind. Nur durch regelmäßige Krebsfrüherkennungsuntersuchungen können Krebsvorstufen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Die Impfung und die Krebsfrüherkennung ergänzen sich und gewährleisten so die bestmögliche Vorsorge vor Gebärmutterhalskrebs.

Warum ist eine Hepatitis B-Impfung für Jugendliche wichtig?

Jugendliche sind besonders gefährdet: Jeder vierte Neuinfizierte ist zwischen 15 und 25 Jahre alt. Die Krankheit wird vor allem durch sexuellen Kontakt übertragen. Aber auch alle anderen Körperflüssigkeiten sind infektiös. Das Virus kann mehrere Tage außerhalb des Körpers überleben und so auch beim gemeinsamen Gebrauch von Zahnbürsten oder Rasierklingen übertragen werden. Nach akuten Symptomen wie Fieber, Gelbfärbung der Haut oder Müdigkeit sind bei dieser Krankheit auch Spätfolgen möglich, z. B. eine chronische Infektion, die zu Leberschrumpfung und Leberkrebs führen kann. Die Impfung gegen Hepatitis B beugt der Erkrankung wirksam vor.

Ist es für Jugendliche sinnvoll, sich gegen Keuchhusten impfen zu lassen?

Keuchhusten kann bei einer länger zurückliegenden Impfung und auch nach durchgemachter Erkrankung bei Jugendlichen und Erwachsenen erneut auftreten. Betroffene leiden durchschnittlich etwa sieben Wochen an heftigen Hustenattacken, die mit Komplikationen wie Lungen- und Ohrenentzündung einhergehen können. Zudem können Erkrankte oder Infizierte andere Menschen anstecken. Das ist besonders für Säuglinge gefährlich.

Warum sollten sich Jugendliche gegen Röteln impfen lassen?

Wer als Kind nicht zweimal dagegen geimpft wurde, sollte die Impfung unbedingt nachholen. Denn bei einer Infektion während der Schwangerschaft kann das Röteln-Virus Missbildungen des Kindes verursachen oder Früh- und Fehlgeburten auslösen. Auch Jungen sollten sich impfen lassen, damit sie keine Schwangeren anstecken. Die STIKO empfiehlt auch für Jugendliche Kombinationsimpfstoffe, z. B. gegen Röteln, Masern und Mumps.

Sind Windpocken gefährlich?

Windpocken werden häufig unterschätzt. Dabei kann die Erkrankung gerade bei älteren Kindern und Jugendlichen einen komplizierten Verlauf nehmen. Vor allem neurologische Erkrankungen, zum Beispiel Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute, können die Folge sein. Auch Krankenhauseinweisungen aufgrund von Komplikationen kommen häufiger vor als allgemein angenommen. Deshalb: Jugendliche, die bisher noch nicht an Windpocken erkrankt oder dagegen geimpft sind, sollen die Impfung unbedingt nachholen. In der Regel zahlen die Krankenkassen diese Impfung für Jugendliche bis 18 Jahre. Auch im Zusammenhang mit einer späteren Familienplanung ist die Impfung wichtig, denn: Wenn Frauen in der Schwangerschaft an Windpocken erkranken, kann dies schwere Folgen für Mutter und Kind haben.

Wer soll gegen Windpocken geimpft werden?

Kinder und Jugendliche

Neben der Impfung für Säuglinge und Kinder empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin (STIKO ) die Windpocken-Impfung für ungeimpfte Jugendliche, die noch nicht an Windpocken erkrankt sind.

Welche Komplikationen können durch Windpocken bei Jugendlichen auftreten?

Mit dem Alter steigen auch Häufigkeit und Schwere von Komplikationen einer Windpockenerkrankung. Kommt es bei Jugendlichen zu Komplikationen, handelt es sich oft um neurologische Erkrankungen wie Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute. Auch Entzündungen der Haut oder Störungen im Magen-Darm-Bereich sind relativ häufig und machen nicht selten eine Krankenhauseinweisung erforderlich.

Was kann ich tun, wenn ich als Baby nicht geimpft wurde oder meinen Impfausweis nicht mehr finde?

Fehlende Impfungen sollten schnellstmöglich nachgeholt werden. Eine nicht dokumentierte Impfung gilt als nicht durchgeführt. Eventuell vorausgegangene Impfungen stellen bei einer nochmaligen Impfung kein Risiko dar.

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