Die Keuchhustenimpfung
Aktuell empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut die Grundimmunisierung gegen Keuchhusten bei Säuglingen ab einem Alter von zwei Monaten. Die ersten drei Impfdosen sollten im Alter von 2, 3 und 4 Monaten verabreicht werden. Die letzte Impfdosis sollte im Alter von 11–14 Monaten gegeben werden. Die Impfung erfolgt in der Regel mit Kombinationsimpfstoffen, zum Beispiel einer 6-fach-Impfung in Kombination mit einem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung (Poliomyelitis) und Haemophilus influenzae Typ b (Hib) sowie Hepatitis B. Im Alter von 5–6 Jahren sowie im Alter von 9–17 Jahren ist jeweils eine Auffrischimpfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten erforderlich.

Zudem rät die STIKO allen Erwachsenen, den Impfschutz gegen Keuchhusten einmalig auffrischen zu lassen – am besten bei der nächsten fälligen Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie in Form einer Kombinationsimpfung. Falls auch der Impfschutz gegen Kinderlähmung nicht vollständig ist, kann man dann mit nur einer Impfung gleichzeitig Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung vorbeugen.

Die STIKO empfiehlt, die Impfung gegen Keuchhusten alle zehn Jahre aufzufrischen. Frauen im gebärfähigen Alter und enge Kontaktpersonen zu Säuglingen wie beispielsweise Väter, Geschwister, Tagesmütter oder Großeltern sollen, sofern in den letzten zehn Jahren keine Pertussis-Impfung erfolgte, mit einer Dosis Keuchhusten-Impfstoff geimpft werden. Auf diese Weise wird einer Erkrankung von Neugeborenen und Säuglingen vorgebeugt.
Säuglinge verfügen meist über keinen ausreichenden Immunschutz („Nestschutz“), weil sowohl die nach einer Keuchhusteninfektion als auch die nach einer Keuchhustenimpfung gebildeten Antikörper der Mutter nach nur wenigen Jahren abnehmen. Meist werden deshalb in der Schwangerschaft keine oder nur unzureichend Antikörper gegen Keuchhusten auf das Baby übertragen. Eine Impfung während der Schwangerschaft und die damit einhergehende Ausbildung von Antikörpern können einen Nestschutz positiv beeinflussen und den Säugling für eine gewisse Zeit nach der Geburt vor Keuchhusten schützen. Eine Impfung des Säuglings selbst (ab zwei Monaten) ersetzt dies nicht.

Was bezahlt die Krankenkasse?
Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die Impfung.