Die HBV-Impfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Hepatitis B für Säuglinge Kleinkinder und Jugendliche. Die Impfung im Säuglingsalter besteht aus vier Teilimpfungen, die ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat, mit vollendetem dritten Lebensmonat, ab dem vollendeten vierten Lebensmonat und am Ende des ersten Lebensjahres gegeben werden sollen.

Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Hepatitis B auch als so genannte Indikationsimpfung

  • für Personen bei denen wegen einer bestehenden oder zu erwartenden Immundefizienz oder -suppression oder Erkrankung ein schwerer Verlauf einer Hepatitis B-Erkrankung zu erwarten ist (z. B: HIV-Positive oder Dialysepatienten)
  • für Personen mit erhöhtem nichtberuflichem Expositionsrisiko (z. B. bei Sexualverhalten mit hohem Infektionsrisiko oder bei intravenösem Drogenkonsum)
  • für Personen mit erhöhtem beruflichem Expositionsrisiko (z. B. Personal medizinischer Einrichtungen oder Ersthelfer).

Darüber hinaus empfiehlt die STIKO Reisenden die Impfung gegen Hepatitis B als Reiseschutzimpfung bei Auslandsreisen in Gebiete mit hoher Hepatitis B-Prävalenz - insbesondere bei langem Aufenthalt und engem Kontakt zu Einheimischen.

Was bezahlt die Krankenkasse?
In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Impfung gegen Hepatitis B. Nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) ist in den folgenden Bereichen der Arbeitgeber für die Kostenübernahme verantwortlich:

  • Einrichtungen zur medizinischen Untersuchung, Behandlung und Pflege von Menschen und Betreuung von Behinderten, einschließlich der Bereiche, die der Versorgung beziehungsweise der Aufrechterhaltung dieser Einrichtungen dienen
  • Notfall- und Rettungsdienste
  • Pathologie
  • Forschungseinrichtungen/Laboratorien.

Manche Kassen bieten die Impfung als Zusatzleistung an und übernehmen die Kosten, meistens müssen die Kosten für die Reiseimpfungen jedoch selbst getragen werden.