Sie haben Fragen rund um das Thema Impfungen für Säuglinge, Kleinkinder, Jugendliche und Erwachsene? Wir haben für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt.
Klicken Sie einfach die gewünschte Rubrik an und Sie erhalten eine Liste mit den Fragen und Antworten zum gewählten Thema.
Sie haben Ihre Frage nicht gefunden? Sie wünschen weitere Informationen? Wenden Sie sich an Ihren Kinder-, Jugend- oder Hausarzt und nutzen Sie unser Beratungsangebot. Erfahrene Beratungsärzte des Service Impfen Aktuell beantworten Ihre persönlichen Fragen.
Am Telefon Montag 14 bis 17 Uhr und Donnerstag 9 bis 12 Uhr
Tel.-Nr.: + 49 (0) 62 24 594 594
Fax-Nr.: + 49 (0) 62 24 594 4 594
Per E-Mail: SIA@spmsd.com
Viele der so genannten Kinderkrankheiten, wie beispielsweise Keuchhusten oder Haemophilus influenzae Typ b - Erkrankungen, sind besonders gefährlich für Säuglinge, da es zu schweren Krankheitsverläufen oder Komplikationen schon im Säuglingsalter kommen kann. Deshalb sollte möglichst frühzeitig geimpft werden, bevor das Kind durch die Erreger gefährdet wird. Zudem benötigt der Aufbau des kompletten Impfschutzes gegen eine Krankheit meist mehrere Impfungen und damit an sich bereits etwas an Zeit.
Die ständige Impfkomission (STIKO) am Robert- Koch-Institut in Berlin empfiehlt Säuglingen Impfungen gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus), Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ b - Erkrankungen, Leberentzündung (Hepatitis B) und Pneumokokken. Die Kosten für die empfohlenen Impfungen übernehmen in der Regel die Krankenkassen.
Nein, denn täglich kommt ein Baby mit weitaus mehr unterschiedlichen Erregern in Berührung, mit denen sich sein Abwehrsystem auseinandersetzen muss. Im Vergleich dazu ist die Belastung durch eine Impfung mit einem Kombinationsimpfstoff sehr gering.
Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die Schutzwirkung der einzelnen Impfstoffe durch die kombinierte Anwendung nicht beeinträchtigt wird. Und da, verglichen mit Einzelimpfungen, bei Verwendung von Kombinationsimpfstoffen nur wenige Injektionen erfolgen, ist deren Verträglichkeit insgesamt sogar besser.
Eine leichte Erkältung ist kein Grund, ein Kind nicht zu impfen, auch nicht mit Mehrfachimpfstoffen. "Leicht" bedeutet: Eine Körpertemperatur nicht über 38,5 Grad Celsius, normales Essverhalten und keine zusätzlichen Hinweise auf eine schwere Erkrankung. Wenn Ihr Kind am Tag nach der Impfung eine Erkältung bekommen sollte, liegt es wahrscheinlich daran, dass es bereits einen Infekt hatte, der am Impftag noch nicht zum Vorschein kam. Eine Impfung aus falscher Vorsicht zu verschieben, erhöht lediglich das Erkrankungsrisiko des ungeimpften Kindes.
Manchmal treten Reaktionen wie Hautrötungen und Schwellungen an der Einstichstelle auf, die in einigen Fällen schmerzhaft sind. Auch Fieber (bis max. 39,5 °C) und Unruhe können innerhalb der ersten 72 Stunden nach der Impfung auftreten.
Nein. Bei einer Erkrankung wird das Immunsystem angeregt, den Krankheitserreger zu bekämpfen und ihn im Falle einer erneuten Infektion sofort zu erkennen und unschädlich zu machen. Prinzipiell geschieht das Gleiche bei einer Impfung, allerdings ohne das Ausbrechen der Krankheit.
Gerade chronisch kranke Kinder müssen vor Infektionen geschützt werden, denn die Immunabwehr der Kinder ist durch die Grunderkrankung geschwächt. So ist beispielsweise Keuchhusten gerade für Asthmakinder extrem belastend.
Nein. Die Muttermilch enthält zwar Abwehrzellen und Immunglobuline, aber sie verleiht keinen ausreichenden Schutz gegen Krankheiten. Auch der vorgeburtliche „Nestschutz“, den das Baby über das Nabelschnurblut von der Mutter erhält, lässt nach der Geburt nach. Der Säugling muss daher so schnell wie möglich seine eigene Abwehr aufbauen.
Eine fehlende ärztliche Dokumentation über eine Impfung wird gleichgesetzt mit "nicht geimpft". Das heißt, Kinder und Erwachsene, die keinen Impfnachweis haben, werden wie Nichtgeimpfte behandelt und geimpft. Eventuell vorausgegangene Impfungen stellen dabei kein Risiko dar.
Nein, denn eine bereits durchgemachte Diphtherie-Erkrankung bietet keinen lebenslangen Schutz. Sie sollten sich alle zehn Jahre impfen lassen.
Durch die Reisefreudigkeit der Europäer und die Zuwanderung aus anderen Ländern, vor allem aus Osteuropa, steigt die Zahl der Diphtherie-Erkrankungen in Mitteleuropa wieder an.
Erkrankte Personen müssen stationär behandelt werden. Wegen der Ansteckungsgefahr kommen sie auf die Isolierstation. Bestimmte Substanzen werden verordnet, um die Gifte des Bakteriums zu binden (Antitoxine). Zusätzlich werden Antibiotika gegeben.
Der Diphtherie-Erreger, das Bakterium Corynebacterium diphtheriae, wird durch Niesen und Husten übertragen. Durch diese Tröpfcheninfektion gelangt das Bakterium in die oberen Atemwege. Ein von den Bakterien produziertes Gift führt anschließend zu einer Reihe von Krankheitserscheinungen.
Frühe, uncharakteristische Anzeichen sind Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Schluckbeschwerden. Beginnend mit einer einfachen Halsentzündung bilden sich häufig in kurzer Zeit membranartige Beläge an Gaumen und Rachen. Ohne rechtzeitige Behandlung können diese zu akuter Atemnot führen und der Patient erstickt.
Hepatitis B-Viren sind bis zu hundertmal ansteckender als das HI-Virus (Ursache für AIDS) und sind Ursache einer unter Umständen chronischen Erkrankung der Leber. Eine wirksame Behandlung gibt es nicht. Durch die Leberentzündung werden die Leberzellen geschädigt. Dadurch kann die Leber u. a. ihre wichtige Aufgabe als Entgiftungsorgan des Körpers nicht mehr wahrnehmen. Stoffwechselprodukte reichern sich im Körper an. Dadurch kommt es zur Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht). Im fortgeschrittenen Stadium wird die Leber immer mehr zerstört (Zirrhose), und sogar Leberkrebs kann entstehen.
Die Viren schädigen Leberzellen, so dass deren Funktionen im Stoffwechsel ausfallen. Die Leber hat viele wichtige Aufgaben: Sie entgiftet den Körper, reguliert den Fett- und Eiweißstoffwechsel und ist an der Bildung von Blutbestandteilen beteiligt. Darüber hinaus trägt sie zum ordnungsgemäßen Ablauf der Verdauung bei. Leberzellen sorgen beispielsweise für den Abbau des Blutfarbstoffes. Ist diese Funktion gestört, kommt es zur Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und der Augen).
Eine akute Hepatitis B ist eine schwere Krankheit. Ursache ist die Zerstörung der Leberzellen durch die Hepatitis B-Viren. Häufig beginnt sie wie ein grippaler Infekt u. a. mit Fieber, Übelkeit und Oberbauchschmerzen. Später kommt in vielen Fällen eine gelbliche Verfärbung der Augenbindehaut und der Haut (Gelbsucht) hinzu. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Man sollte daher in solchen Fällen immer einen Arzt aufsuchen. Es gibt jedoch auch Menschen, bei denen trotz Infektion mit dem Hepatitis B-Virus nie Symptome auftreten, trotzdem können sie ungewollt andere anstecken. Wichtig ist deshalb die rechtzeitige Impfung.
Bei Erwachsenen heilen über 90 Prozent der akuten Erkrankungen vollständig aus. Bei den übrigen 10 Prozent der Erwachsenen und etwa 90 Prozent der infizierten Neugeborenen verläuft die Erkrankung jedoch chronisch. Leberschrumpfung (Leberzirrhose) oder Leberkrebs können die Folge sein. Bei diesen Formen der Erkrankung sind die Chancen auf Heilung relativ gering. Ein Therapieversuch mit entzündungshemmendem Interferon und Medikamenten, die die Virusvermehrung hemmen, hilft nicht allen Patienten.
Das Hepatitis B-Virus kommt in Körperflüssigkeiten wie Blut, Scheiden- oder Samenflüssigkeit sowie Stuhl, Urin und Tränen vor. Im Prinzip kann man sich überall dort anstecken, wo man mit den Körperflüssigkeiten anderer Menschen in Berührung kommt. Die meisten Neuinfektionen mit Hepatitis B erfolgen durch sexuelle Kontakte. Da gerade junge Menschen sexuell aktiv sind und sich noch nicht auf einen einzelnen Partner festlegen, tragen sie ein hohes Risiko. Ein Großteil der akuten Hepatitis B-Fälle wird in der Gruppe der jungen Erwachsenen beobachtet. Schon ein Kuss kann das Virus übertragen, wenn die Mundschleimhaut verletzt ist. Das Hepatitis B-Virus ist bis zu hundertmal infektiöser als das HI-Virus.
Grundsätzlich kann sich jeder anstecken, da bereits winzige Mengen des Virus in Blut oder anderen Körperflüssigkeiten ausreichen, um eine Infektion auszulösen.
Die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin) empfiehlt eine Impfung gegen Hepatitis B für Säuglinge bzw. Kleinkinder und Jugendliche. Bei noch nicht geimpften Jugendlichen sollte die Impfung unbedingt nachgeholt werden. Bis zum 18. Lebensjahr übernehmen in der Regel die Krankenkassen die Kosten
Eine Impfung kann bereits ab dem ersten Lebenstag erfolgen. Die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin) empfiehlt für alle Kinder je eine Impfung ab dem vollendeten 2., 4. und zwischen dem vollendeten 11. bis 14. Lebensmonat. Die Injektionen können zusammen mit den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder durchgeführt werden.
Keuchhusten galt lange als Kinderkrankheit, nachdem am häufigsten Säuglinge und Kinder im Vorschulalter betroffen waren. Zwischenzeitlich hat sich das Erkrankungsalter nach hinten verschoben. Heute sind es überwiegend Jugendliche und Erwachsene, die an Keuchhusten erkranken. Da die Symptome im Erwachsenenalter nicht so stark ausgeprägt sind, wird der Keuchhusten häufig auch gar nicht als solcher diagnostiziert.
Jährlich infizieren sich weltweit schätzungsweise 40 Millionen Menschen mit dem Bakterium Bordetella pertussis. 500.000 sterben daran. In Deutschland erkranken jedes Jahr bis zu 110.000 Erwachsene an Keuchhusten. Die Infektion hat keine Saison; Keuchhusten tritt also nicht nur im Erkältungszeitraum Herbst/Winter auf.
Zunächst treten meist Husten, Schnupfen und leichtes Fieber auf. Nach einiger Zeit sind dann stoßartige Hustenattacken, die das Atmen erschweren, typisch. Die Betroffenen bekommen kaum noch Luft und produzieren durchsichtigen Schleim. Die Hustenattacken sind so schwer, dass sie nicht selten zu Erbrechen führen. Die Anfälle kommen meist nachts, aber auch bis zu fünfzigmal tagsüber. Besonders anstrengend sind die Anfälle nachts, wenn sie halbstündig auftreten können.
Die starken Hustenanfälle können vor allem bei Säuglingen in regelrechte Erstickungsanfälle übergehen. Durch die Unterversorgung mit Sauerstoff kann das Gehirn dauerhaft geschädigt werden. Die häufigsten Komplikationen sind Lungenentzündungen und Mittelohrentzündungen durch Folgeerkrankungen mit anderen Erregern. In seltenen Fällen werden Krampfanfälle beobachtet. In Einzelfällen kann es auch zu einer Erkrankung des Gehirns kommen, die oft Dauerschäden hinterlässt. Plötzliche Todesfälle können, insbesondere bei Säuglingen, vereinzelt auftreten.
Ja! Die Bakterien werden durch eine Tröpfcheninfektion, das heißt durch Niesen, Husten, Küssen und Sprechen übertragen. Anstecken kann man sich daher überall dort, wo viele Menschen zusammen sind und sich nahe kommen: z. B. in der Schule oder der Disco, beim Sport, aber auch zu Hause in der Familie. Die Ansteckungsgefahr besteht sechs Wochen lang, auch schon am Anfang der Infektion, wenn noch keine Symptome zu erkennen sind. Neun von zehn "ungeschützten" Menschen, die mit den Erregern in Berührung kommen, erkranken. Ungeschützt heißt, dass die letzte Impfung oder eine Erkrankung länger als zehn Jahre zurück liegen.
Insgesamt kann der Keuchhusten bis zu 14 Wochen andauern. In dieser Zeit wird der Körper sehr geschwächt, auch weil die Hustenanfälle meistens nachts kommen. Die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit sinken.
Keuchhusten kann anhand der typischen Symptome festgestellt werden. Es gibt aber auch untypische Krankheitsverläufe, bei denen die Betroffenen keine Hustenattacken haben, nicht erbrechen oder um Luft ringen müssen. Daher sollte man bei jedem länger anhaltenden Husten auch an Keuchhusten denken.
Die Behandlung mit Antibiotika kann nur vor den ersten Symptomen den Ausbruch der Erkrankung verhindern. Im Frühstadium kann lediglich der Verlauf abgeschwächt werden. Die Gabe von Antibiotika ist jedoch in jedem Fall sinnvoll zur Verhinderung von Folgeinfektionen (Mittelohrentzündung, Lungenentzündung) und um den Zeitraum der Ansteckungsfähigkeit zu verkürzen. Häufig muss die gesamte Familie vorbeugend behandelt werden.
Hektik und Angst verschlimmern die Hustenattacken. Daher ist Ruhe oberstes Gebot. Bei den Attacken sollten die Betroffenen aufstehen. Das Beklopfen von Rücken und Fußsohlen hat sich bewährt. Um den Husten zu lindern ist viel frische Luft gut. Auch das Anfeuchten der Atemluft, ein nasskalter Waschlappen auf dem Brustkorb und viel Trinken wird empfohlen. Die Betroffenen verlieren in kurzer Zeit sehr viel Gewicht. Viele kleine Mahlzeiten helfen, bei Kräften zu bleiben.
Der bestmöglichste Schutz vor Keuchhusten ist eine Impfung. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin, Säuglinge ab dem vollendeten 2. Lebensmonat zu immunisieren. Zwischen dem 5. und 6. sowie zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr wird die Impfung jeweils aufgefrischt. Darüber hinaus empfiehlt die STIKO die Keuchhusten-Impfung für Erwachsene ohne adäquaten Immunschutz, die engen Kontakt zu Säuglingen haben, und für Frauen mit Kinderwunsch ohne adäquaten Immunschutz, vor geplanter Schwangerschaft – unabhängig von einer Grundimmunisierung im Kindes- oder Jugendalter. Mehrfachimpfstoffe ermöglichen die zeitgleiche Impfung u. a. gegen Diphtherie, Tetanus und Kinderlähmung.
Diese Ansicht ist zwar weit verbreitet, besteht aber zu Unrecht. Masern sind eine durch ein Virus ausgelöste Infektionskrankheit, die mit schweren Komplikationen einhergehen kann. Mittelohrentzündungen (Otitis media) oder Lungenentzündungen (Pneumonie) sind vor allem im Kleinkindalter typische Komplikationen. Besonders gefürchtet ist eine Entzündung des Hirngewebes, die so genannte Masern-Enzephalitis. Etwa ein Drittel der daran Erkrankten stirbt, und bis zu fünfzig Prozent behalten Restschäden zurück.
Das hoch ansteckende Masern-Virus wird durch Tröpfcheninfektion, also z. B. durch Niesen und Husten, übertragen. Typisch für die Erkrankung sind Fieberschübe gefolgt von einem kleinfleckigen Hautausschlag am gesamten Körper. Typische Begleiterscheinungen sind Schnupfen, heftiger Husten und beidseitige Bindehautentzündung.
Nein, Sie brauchen keine erneute Erkrankung zu befürchten. Denn wenn Masern schon einmal aufgetreten sind, ist die betroffene Person ein Leben lang gegen das Masern-Virus immun. Allerdings kann der für Masern typische Hautausschlag leicht mit ähnlichen Ausschlägen verwechselt werden. Deshalb empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin) allen Kindern zwei Masern-Impfungen zusammen mit den Impfungen gegen Mumps und Röteln.
Die erste Impfung sollte zwischen dem vollendeten 11. und 14. Lebensmonat erfolgen. Für den vollständigen Impfschutz gegen Masern ist die zweite Dosis unbedingt notwendig. Laut Ständiger Impfkommission (STIKO) kann diese vier Wochen nach der ersten Impfung erfolgen, sollte aber bis zum Ende des zweiten Lebensjahres durchgeführt worden sein. Versäumte Impfungen sind bis zum 18. Lebensjahr nachzuholen. Eine Untersuchung zahlreicher Masernausbrüche in den Jahren 2005 und 2006 hat gezeigt, dass die zweite Dosis der Masern-Impfung häufig fehlte und sich dadurch das Virus leichter ausbreiten konnte.
Typische Krankheitszeichen für Mumps, im Volksmund auch Ziegenpeter genannt, sind Fieber, Kopfschmerzen und Entzündungen der Ohrspeicheldrüse(n). Die Erkrankung wird durch das Mumps-Virus verursacht und ist ansteckend. Bei etwa 40 Prozent der Infektionen verläuft Mumps ohne Krankheitserscheinungen, die Ansteckung von Kontaktpersonen ist aber trotzdem möglich.
Mumps-Viren werden ausschließlich von Mensch zu Mensch über Tröpfchen z. B. beim Husten, Niesen oder Sprechen sowie über verunreinigte Oberflächen (z. B. Hände, Spielzeug, Besteck) übertragen. Die meisten Erkrankungen erfolgen zwischen dem dritten und achten Lebensjahr, wobei Jungen doppelt so häufig erkranken wie Mädchen.
Im Normalfall verläuft diese Infektionskrankheit nicht schwerwiegend. Häufig kommt es zu einer, meist harmlosen, Entzündungen der Hirnhaut. Eine schwere Komplikation hingegen ist die Beeinträchtigung des Hörvermögens bis hin zur Taubheit. Besonders gefährlich ist, ab der Pubertät, eine Entzündung der Hoden bzw. der Eierstöcke, die zu teilweiser oder vollständiger Unfruchtbarkeit führen kann.
Einen zuverlässigen Schutz bietet die Kombinationsimpfung, die gleichzeitig auch vor Masern und Röteln schützt. Die erste Impfung wird Kindern zwischen dem vollendeten 11. und 14. Lebensmonat, die zweite zwischen dem vollendeten 15. und 23. Lebensmonat von der STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin) empfohlen.
Meist verläuft eine Infektion mit Röteln-Viren, die z. B. durch Niesen oder Husten übertragen werden, unkompliziert. Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen fehlt der typische kleinfleckige Hautausschlag, manchmal fehlen auch andere Krankheitserscheinungen wie Fieber oder eine Schwellung der Lymphknoten im Nacken. Wenn sich eine ungeschützte Schwangere mit den Röteln-Viren ansteckt, besteht jedoch ein hohes Missbildungsrisiko für das ungeborene Kind.
Erkrankt eine ungeschützte Schwangere an Röteln, können die Viren auf das Ungeborene übertragen werden und es vor allem während der Organentwicklung in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten schwer schädigen. Fehlbildungen des Kindes wie Blindheit, Taubheit, Herzfehler und geistige Behinderungen können die Folge sein.
Eine zweimalige Röteln-Impfung im Kindesalter wird von der STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin) empfohlen. Die erste Impfung sollte zwischen dem vollendeten 11. und 14. Lebensmonat und die zweite zwischen dem vollendeten 15. und 23. Lebensmonat, spätestens aber vor Beginn der Pubertät erfolgen. Um unnötige Injektionen zu vermeiden, wird heute eine Dreifachimpfung empfohlen, die auch gegen Masern und Mumps schützt.
Nein, auch Jungen sollten gegen Röteln geimpft werden. Neben der eigenen Erkrankung können auch sie zu einer Ansteckungsquelle für ungeimpfte Schwangere werden. Nur durch eine konsequente Impfung der Bevölkerung können Ungeborene vor schweren Fehlbildungen bewahrt werden.
Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz Polio genannt) ist eine hoch ansteckende Erkrankung, hervorgerufen durch drei unterschiedliche Polio-Viren. Die Viren können das zentrale Nervensystem befallen, das auch für die Kontrolle der Muskeln zuständig ist.
Eine Infektion mit Polio-Viren kann unterschiedlich verlaufen. Über 95 Prozent der Infizierten merken nichts von der Ansteckung. Es können unspezifische Symptome wie Fieber, Hals- und Kopfschmerzen auftreten, oder eine Hirnhautentzündung ohne Muskellähmungen. Gefürchtet ist die paralytische Form mit Lähmungen der Arme, Beine und der Atemmuskulatur. Vor Einführung der Impfung gab es auch in Deutschland regelrechte Polio-Epidemien.
Seit Anfang der 90er Jahre trat in Deutschland kein Poliofall mehr auf. Dies ist ein großer Erfolg der Impfkampagne "Schluckimpfung ist süß - Kinderlähmung ist grausam". In den letzten zehn Jahren wurden alle Fälle der Kinderlähmung in Deutschland von Reisen mitgebracht.
In Deutschland gilt Polio als ausgerottet, in Ländern Afrikas und Asiens tritt die Krankheit aber wieder vermehrt auf. Das Virus kann so jederzeit über Reisende wieder eingeschleppt werden und sich ausbreiten, wenn es auf eine Bevölkerung trifft, die nicht ausreichend geimpft ist. Leider verfügen in Deutschland die meisten Erwachsenen über keinen aktuellen Impfschutz gegen Polio: Nur acht Prozent der Bundesbürger geben an, in den letzten zehn Jahren gegen Polio geimpft worden zu sein. Ganz einfach schützen kann man sich mit Kombinationsimpfstoffen, die gleichzeitig den Schutz vor Polio, Diphtherie und Tetanus (Dreifachimpfstoff) bzw. sogar zusätzlich den vor Keuchhusten (Vierfachimpfstoff) auffrischen.
Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, wird durch das Bakterium Clostridium tetani verursacht. Dieser Erreger, der weltweit u. a. im Erdreich vorkommt, gelangt über offene Wunden in den Körper. Während der Vermehrung in der Wunde bildet das Bakterium verschiedene Giftstoffe (Toxine), die über die Blutbahn in den gesamten Organismus gelangen und die Krankheitserscheinungen hervorrufen.
Eine direkte Übertragung der Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Der bakterielle Erreger Clostridium tetani wird über das Einbringen von Schmutz oder Staub in offene Hautwunden übertragen.
Die Erreger des Wundstarrkrampfes sind in der Natur weltweit verbreitet. Besonders im Erdreich kommen sie häufig vor. Durch kleinste Wunden können die Bakterien in den Körper gelangen.
Das meist schwer verlaufende Krankheitsbild ist durch Muskelkrämpfe gekennzeichnet, die meist innerhalb von drei Wochen nach der Infektion einsetzen. Von den Krämpfen sind zunächst die Kiefer- und Gesichtsmuskeln, später auch Nacken-, Rücken- und Bauchmuskeln betroffen. Im fortgeschrittenen Stadium kann eine Lähmung der Atemmuskulatur zu Erstickungsanfällen bis hin zum Tod führen.
Das Tückische an dieser Krankheit ist, dass kleinere offene Hautwunden oft verharmlost werden und nicht an das Risiko einer Infektion mit Tetanus-Erregern gedacht wird. 30 Prozent der erkrankten Personen sterben auch heute noch an Wundstarrkrampf.
Personen mit einem Verdacht auf Tetanus werden mit einem Gegengift (Antitoxin) behandelt, das die Giftstoffe (Toxine) der Bakterien bindet und unschädlich macht. Zusätzlich werden Antibiotika gegeben, um die Bakterien selbst abzutöten und so die weitere Vergiftung zu verhindern.
Eine Impfung gegen Tetanus versetzt den Körper in die Lage, bei einer Infektion die Gifte des Bakteriums unschädlich zu machen. Die Impfung wird als allgemeine Schutzimpfung für alle empfohlen. Nach der Grundimmunisierung ist alle zehn Jahre eine Auffrischung nötig. Die Tetanusimpfung sollte mit der Impfung gegen Diphtherie kombiniert werden. Kombinationsimpfstoffe gibt es u. a. gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung (Poliomyelitis) und Keuchhusten (Pertussis).
Kinder und JugendlicheNeben der Impfung für Säuglinge und Kinder empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin (STIKO) die Windpocken-Impfung für ungeimpfte Jugendliche, die noch nicht an Windpocken erkrankt sind.
Mit dem Alter steigen auch Häufigkeit und Schwere von Komplikationen einer Windpockenerkrankung. Kommt es bei Jugendlichen zu Komplikationen, handelt es sich oft um neurologische Erkrankungen wie Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute. Auch Entzündungen der Haut oder Störungen im Magen-Darm-Bereich sind relativ häufig und machen nicht selten eine Krankenhauseinweisung erforderlich.
Die Windpocken-Impfung wird seit Sommer 2004 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin als Standardimpfung für Kinder ab dem vollendeten 11. Lebensmonat empfohlen. Bis zum vollendeten 13. Lebensjahr ist eine einmalige Impfung ausreichend. Ältere Jugendliche und Erwachsene benötigen zwei Impfungen im Abstand von mindestens sechs Wochen. Die Impfung kann zeitgleich mit der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) erfolgen.
Windpocken sind weltweit verbreitet und hoch ansteckend. Windpocken-Viren können bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu schweren Komplikationen führen, die oft im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die Windpocken-Impfung wird empfohlen, um der Erkrankung und auch den Komplikationen vorzubeugen.
Schwere Entzündungen durch Bakterien an aufgekratzten und aufgeplatzten Bläschen Schwere Lungenentzündung Neurologische Komplikationen, wie Hirnhaut- und Gehirnentzündung Bei Erkrankung in der frühen Schwangerschaft kann es zu schweren Fehlbildungen des Ungeborenen kommen. Bei Neugeborenen verlaufen Windpocken besonders schwer und in etwa drei von zehn Fällen sogar tödlich.
Die Windpocken-Impfung kann bei Ungeimpften bis drei Tage nach Kontakt mit den Erregern den Ausbruch der Erkrankung in neun von zehn Fällen verhindern.
Die Übertragung des Windpocken-Virus erfolgt über Tröpfcheninfektion, beim Husten und Niesen. Da diese Tröpfchen auch über größere Distanzen verbreitet werden können, spricht man von einer fliegenden Infektion oder eben "Wind"-Pocken.
Windpocken sind äußerst ansteckend. Das Virus wird durch Tröpfchen übertragen, die z. B. beim Sprechen, Atmen oder Niesen entstehen. Eine Ansteckung ist unter Umständen noch im Umkreis von mehreren Metern möglich!
Die Ansteckungsfähigkeit beginnt bei erkrankten Personen bereits ein bis zwei Tage vor Auftreten des typischen Hautausschlags und endet fünf bis sieben Tage nach Auftreten der letzten Bläschen. Für Personen, die noch keine Windpocken hatten und nicht geimpft sind, ist praktisch jeder Kontakt mit Erkrankten in dieser Phase ansteckend.
Die typischen Hautveränderungen während einer Windpocken-Erkrankung treten über den gesamten Körper verteilt gleichzeitig in verschiedenen Entwicklungsstadien auf. Rote Flecken wechseln sich mit Pusteln, Wasserbläschen und Krusten ab. Das Gesamtbild des Hautausschlags erinnert deshalb an einen Sternenhimmel.
Ihr Kind darf, auch bei einer harmlos verlaufenden Windpockenerkrankung, nicht in die Kindertagesstätte, den Kindergarten oder in die Schule gehen. Die Pflege des kranken Kindes zu Hause kann vor allem für berufstätige Eltern zur großen Belastung werden: Kann keine andere Betreuung für das Kind gefunden werden, fällt ein Elternteil für mehrere Tage bei der Arbeit aus. Dies ist eine Belastung sowohl für die Eltern als auch für das kranke Kind. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr durch das Windpocken-Virus müssen ungeschützte Haushaltsmitglieder ebenfalls mit einer Windpockenerkrankung rechnen.
Ja, nach einer Windpocken-Infektion nistet sich das Varicella-Zoster-Virus in bestimmten Nervenknoten (Ganglien) ein. Kommt es zu einer Abschwächung der Immunität, z. B. durch höheres Alter, eine Krebserkrankung oder Immunsuppression (= künstliche Unterdrückung der Immunreaktion, z. B. bei Transplantation oder Autoimmunkrankheit), kann das Virus reaktiviert werden und zu einer Gürtelrose führen. Achtung: Auch bei Gürtelrose kann durch Schmierinfektion das Virus übertragen werden und bei empfänglichen Personen zu Windpocken führen.
Alle Impfungen werden mit Datum im Impfausweis notiert. Zusätzlich vermerkt der behandelnde Arzt jede Impfung in seinen Patientenunterlagen und kann bei Verlust des Impfausweises Auskunft geben. Gegen die meisten Krankheiten muss im Säuglingsalter mehrmals geimpft worden sein, damit ein vollständiger Impfschutz aufgebaut werden konnte. So sollte man z. B. im dritten Lebensmonat zum ersten Mal gegen Keuchhusten geimpft worden sein und drei weitere Impfungen im Abstand von vier Wochen erhalten haben. Im Alter von fünf bis sechs Jahren sollte die Impfung dann zum ersten Mal aufgefrischt worden sein. Eine zweite Auffrischimpfung sollte im Alter von 9 bis 17 Jahren erfolgen.
Bei einer Erkrankung wird das Immunsystem angeregt, den Krankheitserreger zu bekämpfen und ihn im Falle einer erneuten Infektion sofort zu erkennen und unschädlich zu machen. Prinzipiell geschieht das Gleiche bei einer Impfung, allerdings ohne das Ausbrechen der Krankheit.
Manchmal treten örtliche Reaktionen wie Hautrötungen und Schwellungen auf, die in einigen Fällen schmerzhaft sind. Auch Fieber und Unwohlsein können auftreten.
In der Regel können auch Allergiker geimpft werden. Bevor Sie sich impfen lassen, sollten Sie aber unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen. Er kennt Sie am besten und weiß, welche Impfung bei Ihnen möglich ist und auf welche Sie eher verzichten sollten.
Die Impfbereitschaft in Deutschland ist relativ gering. Viele Menschen scheuen eine Impfung aus Angst vor der Spritze. Für eine Kombinationsimpfung genügt ein Pieks, um eine Immunisierung gegen mehrere Erreger auf einmal zu erzielen. Darüber hinaus reduziert die Kombination den Zeitaufwand: Für die Auffrischimpfung gegen Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten mit einem Vierfachimpfstoff muss man z. B. nur einmal zum Arzt gehen. Ein weiteres Beispiel für eine Kombinationsimpfung ist der Dreifachimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln.
Nein, denn eine bereits durchgemachte Diphtherie-Erkrankung bietet keinen lebenslangen Schutz. Man sollte sich alle zehn Jahre impfen lassen.
Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, wird durch das Bakterium Clostridium tetani verursacht. Dieser Erreger gelangt mit Schmutz über Riss-, Schnitt-, Biss- und Schürfwunden in den Körper. Während der Vermehrung in der Wunde bildet das Bakterium verschiedene Giftstoffe (Toxine), die über die Blutbahn in den gesamten Organismus gelangen und die Krankheitserscheinungen hervorrufen.
Das Hepatitis B-Virus kommt in Körperflüssigkeiten wie Speichel, Blut, Scheiden- oder Samenflüssigkeit sowie Stuhl, Urin und Tränen vor. Im Prinzip kann man sich überall dort anstecken, wo man mit den Körperflüssigkeiten anderer Menschen in Berührung kommt. Die meisten Neuinfektionen mit Hepatitis B erfolgen durch sexuelle Kontakte. Da gerade junge Menschen sexuell aktiv sind und sich meist noch nicht auf einen einzelnen Partner festlegen, tragen sie ein hohes Risiko. Ein Großteil der akuten Hepatitis B-Fälle wird in der Gruppe der jungen Erwachsenen beobachtet. Schon ein Kuss kann das Virus übertragen, wenn die Mundschleimhaut verletzt ist.
Hepatitis B-Viren sind hundertmal ansteckender als das AIDS-Virus (HIV) und verursachen eine unter Umständen chronische Erkrankung der Leber. Eine wirksame Behandlung gibt es nicht. Durch die chronische Leberentzündung werden die Leberzellen geschädigt. Dadurch kann die Leber ihre wichtige Aufgabe als Entgiftungsorgan des Körpers nicht mehr wahrnehmen. Stoffwechselprodukte reichern sich im Körper an. Dadurch kommt es zur Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht). Im fortgeschrittenen Stadium wird die Leber immer mehr zerstört (Zirrhose), und es kann sogar Leberkrebs entstehen.
Die Viren schädigen Leberzellen, sodass deren Funktionen im Stoffwechsel ausfallen. Die Leber hat viele wichtige Aufgaben: Sie entgiftet den Körper, reguliert den Fett- und Eiweißstoffwechsel und ist an der Bildung von Blutbestandteilen beteiligt. Darüber hinaus trägt sie zum ordnungsgemäßen Ablauf der Verdauung bei. Leberzellen sorgen beispielsweise für den Abbau des Blutfarbstoffes. Ist diese Funktion gestört, kommt es zur Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und der Augen). Für viele Betroffene mit einer zerstörten Leber stellt eine Lebertransplantation die einzige Rettung dar.
Es gibt kein Medikament, das die Viren wirklich beseitigt. Der Körper muss sich allein helfen. Das klappt nicht immer. In jedem zehnten Fall wird Hepatitis B bei Erwachsenen chronisch, und die Viren bleiben ein Leben lang im Körper. Manchmal können dann so genannte akute Schübe auftreten, bei denen sich das Virus wie bei einer neuen Infektion sehr stark vermehrt und die Leberzellen zerstört. Danach verhalten sich die Viren wieder still. Als schlimmste Folgen einer chronischen Erkrankung können viele Jahre später Leberschrumpfung und Leberkrebs entstehen. Bis zu 2.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an Hepatitis B.
Eine akute Hepatitis B ist eine schwere Krankheit. Ursache ist die Zerstörung der Leberzellen durch die Hepatitis B-Viren. Häufig beginnt sie wie ein grippaler Infekt, u. a. mit Fieber, Übelkeit und Oberbauchschmerzen. Später kommt in vielen Fällen eine gelbliche Verfärbung der Augenbindehaut und der Haut (Gelbsucht) hinzu. Die Symptome können von Patient zu Patient unterschiedlich stark sein. Man sollte daher in solchen Fällen immer einen Arzt aufsuchen. Es gibt jedoch auch Menschen, bei denen trotz Infektion mit dem Hepatitis B-Virus nie Symptome auftreten, trotzdem können sie ungewollt andere anstecken. Wichtig ist deshalb die rechtzeitige Impfung.
Das Hepatitis B-Virus kommt in Körperflüssigkeiten wie Speichel, Blut, Scheiden- oder Samenflüssigkeit sowie Stuhl, Urin und Tränen vor. Im Prinzip kann man sich überall dort anstecken, wo man mit den Körperflüssigkeiten anderer Menschen in Berührung kommt. Die meisten Neuinfektionen mit Hepatitis B erfolgen durch sexuelle Kontakte. Da gerade junge Menschen sexuell aktiv sind und sich meist noch nicht auf einen einzelnen Partner festlegen, tragen sie ein hohes Risiko. Ein Großteil der akuten Hepatitis-B-Fälle wird in der Gruppe der jungen Erwachsenen beobachtet. Schon ein Kuss kann das Virus übertragen, wenn die Mundschleimhaut verletzt ist.
Beim Geschlechtsverkehr muss man unbedingt Kondome benutzen, auch um anderen Infektionskrankheiten vorzubeugen. Kondome schützen jedoch nicht ausreichend, z. B. beim Oralsex. Wer nicht auf Sex verzichten, aber gegen Hepatitis B vorsorgen will, sollte sich impfen lassen.
Die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin) empfiehlt eine Impfung gegen Hepatitis B für Säuglinge bzw. Kleinkinder und Jugendliche. Aufgrund der Übertragungswege (z. B. sexueller Kontakt) sind Jugendliche und junge Erwachsene besonders gefährdet. Bei noch nicht geimpften Jugendlichen sollte die Impfung unbedingt nachgeholt werden. Bis zum 18. Geburtstag übernehmen die Krankenkassen die Kosten hierfür.
Auf jeden Fall. Gerade in dem Alter, wenn die ersten sexuellen Erfahrungen gemacht werden, ist das Risiko der Ansteckung sehr hoch. Die Kosten für die Impfungen übernehmen in der Regel die Krankenkassen.
Der Impfschutz lässt nach. Keuchhusten kann bei einer länger zurückliegenden Impfung und sogar nach durchgemachter Erkrankung auch bei Jugendlichen und Erwachsenen erneut auftreten. Betroffene leiden durchschnittlich etwa sieben Wochen an heftigen Hustenattacken, die zudem mit Komplikationen wie Lungen- und Ohrenentzündung einhergehen können.
Ja! Die Bakterien werden durch eine Tröpfcheninfektion, das heißt durch Niesen, Husten, Küssen und Sprechen übertragen. Anstecken kann man sich daher überall dort, wo viele Menschen zusammen sind und sich nahe kommen: in der Schule oder der Disco, beim Sport oder zu Hause in der Familie. Die Ansteckungsgefahr besteht sechs Wochen lang, auch schon zu Beginn der Infektion, wenn noch keine Symptome aufgetreten sind. Neun von zehn "ungeschützten" Menschen, die mit den Erregern in Berührung kommen, erkranken. Ungeschützt heißt, dass man nicht aufgrund einer Impfung oder einer früheren Erkrankung (beides maximal zehn Jahre zurückliegend) gegen das Bakterium immun ist.
Zunächst treten meist Husten, Schnupfen und leichtes Fieber auf. Nach einiger Zeit sind dann stoßartige Hustenattacken, die das Atmen erschweren, typisch. Die Betroffenen bekommen kaum noch Luft und produzieren durchsichtigen Schleim. Am Ende einer Attacke müssen sich viele übergeben. Die Anfälle kommen meist nachts, aber auch bis zu fünfzigmal tagsüber. Besonders anstrengend sind die Anfälle nachts. Sie können halbstündig auftreten.
Ja - besonders für Babies! Die starken Hustenanfälle können in regelrechte Erstickungsanfälle übergehen. Durch die Unterversorgung mit Sauerstoff kann das Gehirn dauerhaft geschädigt werden. Weitere mögliche Komplikationen sind Blutungen im Auge und Gesicht, Entzündungen der Bronchien und des Mittelohrs. Im schlimmsten Fall sterben Babies an Keuchhusten.
Insgesamt kann der Keuchhusten bis zu 72 Wochen andauern. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer beträgt etwa sieben Wochen. In dieser Zeit wird der Körper sehr geschwächt, auch weil die Hustenanfälle meistens nachts kommen. Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit sinken.
Ja! Durch das hohe Ansteckungsrisiko sollte der enge Kontakt mit anderen Personen vermieden werden, Gemeinschaftseinrichtungen dürfen nicht besucht werden. Außerdem ist der Körper durch die Krankheit stark geschwächt, sodass Sport und körperliche Anstrengungen nicht möglich sind. Ebenso lässt die Leistungsfähigkeit nach, was sich z. B. in schlechten Noten niederschlagen kann.
Ja! Jährlich erkranken weltweit rund 40 Millionen Menschen, etwa 500.000 sterben daran. Keuchhusten hat keine Saison wie zum Beispiel Grippe oder Erkältungen. Man kann sich während des gesamten Jahres damit anstecken.
Die Behandlung mit Antibiotika kann nur vor Beginn der ersten Symptome den Ausbruch der Krankheit verhindern. Später kann lediglich der Verlauf abgeschwächt werden. Die Gabe von Antibiotika ist jedoch in jedem Fall sinnvoll zur Verhinderung von Folgeinfektionen (Mittelohrentzündung, Lungenentzündung) und um den Zeitraum der Ansteckungsfähigkeit zu verkürzen. In manchen Fällen muss die gesamte Familie vorbeugend behandelt werden.
Ja, und zwar durch eine Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt allen Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag einen Impfschutz gegen Keuchhusten. Ebenso sollten sich alle Erwachsenen mit engem Kontakt zu Säuglingen sowie alle Frauen mit Kinderwunsch vor geplanter Schwangerschaft gegen Keuchhusten impfen lassen - unabhängig von einer Grundimmunisierung im Kindes- oder Jugendalter. Mehrfach-Impfstoffe ermöglichen die zeitgleiche Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und gegebenenfalls Kinderlähmung.
Polio oder Kinderlähmung ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die durch Polioviren übertragen wird. Man unterscheidet drei Virustypen (I, II und III). Eine Infektion mit Polioviren kann unterschiedlich verlaufen. 90 bis 95 Prozent der Infizierten merken nichts von der Ansteckung. Die Kinderlähmung beginnt oft ähnlich wie ein grippaler Infekt, nach einer kurzfristigen Besserung kann es zu Lähmungen kommen. Ist davon die Atmung betroffen, besteht sogar akute Lebensgefahr. Die Krankheit kann lebenslange Schäden hinterlassen wie Muskelschwäche, Muskelschwund oder eingeschränktes Knochenwachstum.
Wegen hoher Impfraten ist die Kinderlähmung in Europa fast verschwunden. Durch Reisen in andere Länder kann man sich aber anstecken und den Erreger wieder einschleppen. Zudem gilt: Um das Erkrankungsrisiko auch in Zukunft auf einem niedrigen Niveau zu halten, ist auch weiterhin eine konsequente Impfung erforderlich.
Nein. Für Mädchen ist aber die Röteln-Impfung sehr wichtig, damit sie während einer Schwangerschaft nicht erkranken. Eine Erkrankung bei Schwangeren kann zu schweren Missbildungen des Säuglings führen. Aber auch Jungen sollten gegen Röteln geimpft werden, damit sie nicht selbst erkranken und auch nicht zu einer Ansteckungsquelle für ungeimpfte Schwangere werden. Nur durch konsequente Impfung der gesamten Bevölkerung können Ungeborene vor schweren Fehlbildungen bewahrt werden.
Der Frauenarzt kann feststellen, wie hoch der Röteln-Antikörperspiegel im Blut ist. Ist dieser Wert zu niedrig, sollte man sich unbedingt impfen lassen, da bei einer Infektion in der Schwangerschaft ein hohes Risiko für Missbildungen des Kindes besteht. Da der Impfstoff lebende Viren enthält, sollte eine Impfung während der Schwangerschaft vermieden werden. Zu beachten ist auch, dass innerhalb eines Monats nach der Impfung keine Schwangerschaft eintreten darf.
Ja, denn gerade bei Jugendlichen und Erwachsenen können Masern zu schweren Schäden und manchmal sogar zum Tode führen. Auftreten können z. B. Lungen- oder Mittelohrentzündungen sowie Entzündungen des Hirngewebes. Auch Jugendliche können sich durch die Masern-Impfung vor einer Erkrankung schützen. Ein Dreifachimpfstoff schützt zeitgleich bestmöglich vor Masern, Mumps und Röteln.
Normalerweise verläuft diese Infektionskrankheit nicht schwerwiegend. Manchmal kann es aber zu Entzündungen der Hirnhaut sowie zu Hörverlust bis hin zur Taubheit kommen. Mumps war vor Einführung der Impfung die häufigste Ursache für Schwerhörigkeit bei Kindern. Eine besonders gefährliche Komplikation ist eine Entzündung der Hoden bzw. Eierstöcke, die zur Unfruchtbarkeit führen kann.
Kinder und JugendlicheNeben der Impfung für Säuglinge und Kinder empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin (STIKO) die Windpocken-Impfung für ungeimpfte Jugendliche, die noch nicht an Windpocken erkrankt sind.
Mit dem Alter steigen auch Häufigkeit und Schwere von Komplikationen einer Windpockenerkrankung. Kommt es bei Jugendlichen zu Komplikationen, handelt es sich oft um neurologische Erkrankungen wie Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute. Auch Entzündungen der Haut oder Störungen im Magen-Darm-Bereich sind relativ häufig und machen nicht selten eine Krankenhauseinweisung erforderlich.
Die Windpocken-Impfung wird seit Sommer 2004 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin als Standardimpfung für Kinder ab dem vollendeten 11. Lebensmonat empfohlen. Bis zum vollendeten 13. Lebensjahr ist eine einmalige Impfung ausreichend. Ältere Jugendliche und Erwachsene benötigen zwei Impfungen im Abstand von mindestens sechs Wochen. Die Impfung kann zeitgleich mit der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) erfolgen.
Windpocken sind weltweit verbreitet und hoch ansteckend. Windpocken-Viren können bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu schweren Komplikationen führen, die oft im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die Windpocken-Impfung wird empfohlen, um der Erkrankung und auch den Komplikationen vorzubeugen.
Schwere Entzündungen durch Bakterien an aufgekratzten und aufgeplatzten Bläschen Schwere Lungenentzündung Neurologische Komplikationen, wie Hirnhaut- und Gehirnentzündung Bei Erkrankung in der frühen Schwangerschaft kann es zu schweren Fehlbildungen des Ungeborenen kommen. Bei Neugeborenen verlaufen Windpocken besonders schwer und in etwa drei von zehn Fällen sogar tödlich.
Die Windpocken-Impfung kann bei Ungeimpften bis drei Tage nach Kontakt mit den Erregern den Ausbruch der Erkrankung in neun von zehn Fällen verhindern.
Die Übertragung des Windpocken-Virus erfolgt über Tröpfcheninfektion, beim Husten und Niesen. Da diese Tröpfchen auch über größere Distanzen verbreitet werden können, spricht man von einer fliegenden Infektion oder eben "Wind"-Pocken.
Windpocken sind äußerst ansteckend. Das Virus wird durch Tröpfchen übertragen, die z. B. beim Sprechen, Atmen oder Niesen entstehen. Eine Ansteckung ist unter Umständen noch im Umkreis von mehreren Metern möglich!
Die Ansteckungsfähigkeit beginnt bei erkrankten Personen bereits ein bis zwei Tage vor Auftreten des typischen Hautausschlags und endet fünf bis sieben Tage nach Auftreten der letzten Bläschen. Für Personen, die noch keine Windpocken hatten und nicht geimpft sind, ist praktisch jeder Kontakt mit Erkrankten in dieser Phase ansteckend.
Die typischen Hautveränderungen während einer Windpocken-Erkrankung treten über den gesamten Körper verteilt gleichzeitig in verschiedenen Entwicklungsstadien auf. Rote Flecken wechseln sich mit Pusteln, Wasserbläschen und Krusten ab. Das Gesamtbild des Hautausschlags erinnert deshalb an einen Sternenhimmel.
Ihr Kind darf, auch bei einer harmlos verlaufenden Windpockenerkrankung, nicht in die Kindertagesstätte, den Kindergarten oder in die Schule gehen. Die Pflege des kranken Kindes zu Hause kann vor allem für berufstätige Eltern zur großen Belastung werden: Kann keine andere Betreuung für das Kind gefunden werden, fällt ein Elternteil für mehrere Tage bei der Arbeit aus. Dies ist eine Belastung sowohl für die Eltern als auch für das kranke Kind. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr durch das Windpocken-Virus müssen ungeschützte Haushaltsmitglieder ebenfalls mit einer Windpockenerkrankung rechnen.
Ja, nach einer Windpocken-Infektion nistet sich das Varicella-Zoster-Virus in bestimmten Nervenknoten (Ganglien) ein. Kommt es zu einer Abschwächung der Immunität, z. B. durch höheres Alter, eine Krebserkrankung oder Immunsuppression (= künstliche Unterdrückung der Immunreaktion, z. B. bei Transplantation oder Autoimmunkrankheit), kann das Virus reaktiviert werden und zu einer Gürtelrose führen. Achtung: Auch bei Gürtelrose kann durch Schmierinfektion das Virus übertragen werden und bei empfänglichen Personen zu Windpocken führen.
Im Gegensatz zu dieser weit verbreiteten Annahme stehen zur Heilung der meisten Infektionskrankheiten keine geeigneten Medikamente zur Verfügung. Viruserkrankungen wie Hepatitis B oder Masern lassen sich nicht mit Antibiotika behandeln, und viele der Bakterien (z. B. Pneumokokken) weisen zunehmend Antibiotika-Resistenzen auf. Gegen Tetanus gibt es nach wie vor kein wirksames Mittel: In Deutschland stirbt etwa jeder Vierte der Erkrankten. Mit einer Impfung verhindert man die Gefahr einer Erkrankung mit allen ihren Folgen.
Die Schutzdauer von Impfungen ist unterschiedlich. Bei einigen Impfungen besteht wahrscheinlich ein lebenslanger Schutz, wie etwa nach erfolgter zweiter Masern-, Mumps- und Röteln-Impfung. Viele Impfungen, wie zum Beispiel die gegen Tetanus und Diphtherie, schützen etwa 10 Jahre, während andere Impfungen früher erneuert werden müssen. So wird die Grippe-Schutzimpfung jährlich wiederholt. Wichtig zu wissen: Auch das Durchmachen einer Krankheit führt nicht unbedingt zu lebenslanger Immunität. So kann man beispielsweise mehrmals an Keuchhusten erkranken
Nein. Bei einer Erkrankung wird das Immunsystem angeregt, den Krankheitserreger zu bekämpfen und ihn im Falle einer erneuten Infektion sofort zu erkennen und unschädlich zu machen. Prinzipiell geschieht das Gleiche bei einer Impfung, allerdings ohne das Ausbrechen der Krankheit.
Auch Erwachsene können sogenannte Kinderkrankheiten bekommen, die teilweise schwerer verlaufen als bei Kindern. Für Schutzimpfungen ist es daher nie zu spät. Angehörigen bestimmter Berufe werden solche Impfungen ausdrücklich empfohlen: Zum Beispiel die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln für kinderbetreuendes Personal.
Für allgemein empfohlene Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden, übernimmt in der Regel die Krankenkasse die Kosten. Bei Empfehlungen für bestimmte Berufsgruppen (z. B. Hepatitis B für medizinisches Personal) zahlt in der Regel der Arbeitgeber.
Impfungen werden meist vom Hausarzt vorgenommen. Jeder Kinderarzt impft. Auch Frauenärzte dürfen impfen. Gelbfieber-Impfungen dürfen nur bei speziellen Gelbfieberimpfstellen durchgeführt werden.
Viele Menschen haben keinen oder nur einen unvollständigen Impfschutz gegen bestimmte Krankheiten, sie sind entweder gar nicht, unvollständig oder vor langer Zeit geimpft worden. Dadurch entstehen Lücken in ihrer eigenen Immunität. Es ist wichtig, diese Lücken zu schließen, um die Ausbreitung eines Krankheitserregers in der Bevölkerung zu verhindern. Zum eigenen Schutz, aber auch zum Schutz von Personen, die sich nicht selbst durch Impfungen schützen können.
Nein, unser Körper muss sich jeden Tag mit hunderten von unterschiedlichen Erregern auseinander setzen. Die Impfung hilft dem Immunsystem im Falle einer Infektion schnellst möglich mit Abwehrmaßnahmen zu reagieren: Sie sind dadurch vor einer Erkrankung geschützt
Für allgemein empfohlene Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin offiziell empfohlen werden, übernehmen in der Regel die Krankenkassen die Kosten. Für Menschen über 60 Jahre sind die jährliche Grippe- und die Pneumokokken-Impfung (alle 6 Jahre) empfohlen sowie die Auffrischung gegen Diphtherie und Tetanus alle 10 Jahre.
Unbedingt! Frauen mit Kinderwunsch sollten rechtzeitig ihren Impfstatus kontrollieren lassen, da einige Infektionskrankheiten während der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen für das Kind haben. So können Röteln zu Fehlgeburten oder zu Behinderungen des Kindes führen. Bei einer Hepatitis B-Erkrankung kann die Mutter das ungeborene Kind bei der Geburt infizieren: Neun von zehn Babys bekommen dann eine chronische Hepatitis B. Keuchhusten kann bei Neugeborenen zu lebensbedrohenden Atemstillständen führen. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich deshalb noch vor der Schwangerschaft impfen lassen. Weitere Personen im näheren Umfeld sollten dies bis spätestens vier Wochen vor der Geburt erledigen.
Grippeviren sind weltweit verbreitet und hochansteckend. Sie werden durch kleinste Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen, z.B. beim Husten, Niesen und Sprechen.
Sie verursachen schwere Atemwegserkrankungen mit hohem Fieber, Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen. Die vollständige Genesung kann sich über Wochen hinziehen. Häufig schließen sich noch weitere gravierende Erkrankungen, wie z.B. eine Lungen- oder bei Kindern Mittelohrentzündung, an.
Die Grippe kann jeden treffen, egal ob jung oder alt. Menschen, die häufig in Kontakt mit anderen Personen sind, haben ein besonders hohes Risiko, sich anzustecken. Vor allem Ältere und - abhängig vom Alter- Menschen mit chronischen Grunderkrankungen sind stärker durch schwere Verläufe einer Grippe bedroht. Außerdem ist das Risiko für sie höher, an den Folgen der Grippe-Erkrankung zu sterben.
Die jährliche Impfung ermöglicht eine einfache und wirksame Vorbeugung der Grippe. Sie wird für alle Menschen mit erhöhter Gefährdung von der STIKO empfohlen. Die Kosten dafür tragen die Krankenkassen.
Menschen ab 60 Jahren, Personen mit Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauf-, Leber-, Nieren-, Atemwegserkrankungen, Diabetes, Immunschwäche sowie Personen, die mit vielen Menschen in Kontakt kommen wie beispielsweise medizinisches Personal, Lehrer und Erzieher sollten sich impfen lassen.
Im Gegensatz zu anderen Infektionskrankheiten treten bei der Grippe jedes Jahr neue Typen des Erregers auf. Deshalb muss jedes Jahr ein neuer Impfstoff hergestellt werden, der gegen die aktuellen Erregertypen wirksam ist. Nur die jährliche Impfung mit dem aktuellen Impfstoff bietet Schutz gegen die Influenza (Virusgrippe).
Nein. Die modernen Impfstoffe sind gut verträglich, auch für ältere Personen. Für über 65-Jährige gibt es spezielle Impfstoffe, die besonders wirksam sind.
Werden Menschen älter, wird das Immunsystem schwächer. Auch die Antwort des Immunsystems auf Impfungen kann schwächer sein, ist aber immer noch ausreichend. Es gibt spezielle Grippeimpfstoffe für Menschen über 65 Jahren. Diese enthalten einen Hilfsstoff (Adjuvanz), der dem Umstand des geschwächten Immunsystems Rechnung trägt.
Ja, unbedingt! Wer an einer Herzerkrankung leidet, ist während einer Grippe-Epidemie besonders gefährdet. Die Gefahr, während einer Grippe-Epidemie an einem Herzinfarkt zu sterben, ist um 30 Prozent erhöht. Es ist daher sehr wichtig, einer Grippe-Erkrankung durch eine jährliche Impfung vorzubeugen. Die ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt die Grippeschutzimpfung ausdrücklich für alle Personen mit einer chronischen Herzkrankheit.
Beide Impfungen schützen vor den schweren Verlaufsformen einer Lungenentzündung. In der kalten Jahreszeit sind wir sowohl den Grippe-Viren als auch den Pneumokokken-Bakterien ausgeliefert. Ist der Körper erst einmal durch Viren geschwächt, gelangen die Pneumokokken-Bakterien leicht in die Bronchien und verursachen am häufigsten Lungenentzündungen, die mit schweren Komplikationen einher gehen können. Um einer Erkrankung vorzubeugen, sollten sich insbesondere ältere Menschen, zusätzlich zur generellen Stärkung des Immunsystems, jährlich gegen Grippe und alle sechs Jahre gegen Pneumokokken impfen lassen. Der Arzt kann beide Impfungen an einem Termin geben.
Alle Menschen sollten die Standard-Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio haben. Erwachsene vergessen leider häufig ihren Impfschutz durch eine Auffrischimpfung zu erneuern. Alle zehn Jahre sollte eine Auffrischung gegen Diphtherie und Tetanus erfolgen. Besteht enger Kontakt zu einem Säugling, sollte darüber hinaus auch der Schutz gegen Keuchhusten gewährleistet sein. Er hält nach Erkrankung oder Impfung etwa 10 Jahre an.
Meist nachts auftretende Hustenattacken verbunden mit Erbrechen stören über Wochen die Nachtruhe und schwächen den Körper erheblich. Gleichzeitig sind besonders nicht oder noch nicht vollständig immunisierte Säuglinge akut gefährdet, angesteckt zu werden. Erkranken sie, kann Keuchhusten zu Atemstillständen und damit verbunden zu bleibenden Schäden oder zum Tod führen. Die STIKO empfiehlt deshalb allen Erwachsenen mit engem Kontakt zu Säuglingen und Frauen mit Kinderwunsch vor geplanter Schwangerschaft sich gegen Keuchhusten impfen zu lassen.
In Deutschland gilt Polio als ausgerottet, in Ländern Afrikas und Asiens tritt die Krankheit aber wieder vermehrt auf. Das Virus kann so jederzeit über Reisende wieder eingeschleppt werden und sich ausbreiten, wenn es auf eine Bevölkerung trifft, die nicht ausreichend geimpft ist. Leider verfügen in Deutschland die meisten Erwachsenen über keinen aktuellen Impfschutz gegen Polio: Nur 8 Prozent der Bundesbürger geben an, in den letzten 10 Jahren gegen Polio geimpft worden zu sein. Ganz einfach schützen kann man sich mit Kombinationsimpfstoffen, die gleichzeitig den Schutz vor Polio, Diphtherie und Tetanus (Dreifach-Impfstoff) bzw. sogar zusätzlich den vor Keuchhusten (Vierfach-Impfstoff) auffrischen.
Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, wird durch das Bakterium Clostridium tetani verursacht. Dieser Erreger ist häufig in Staub oder Erde von Gärten und Feldern zu finden und gelangt über Riss-, Schnitt-, Biss- und Schürfwunden in den Körper. Während der Vermehrung in der Wunde bildet das Bakterium verschiedene Giftstoffe (Toxine), die über die Blutbahn in den gesamten Organismus gelangen und schwere Muskelkrämpfe bis hin zur Muskelstarre hervorrufen. Tetanus verläuft sehr häufig tödlich.
Mit zunehmendem Alter werden die Impflücken in der Bevölkerung größer. Nur etwa vier von zehn Bundesbürgern haben nach eigenen Angaben ihren Impfschutz gegen Tetanus in den letzten 10 Jahren auffrischen lassen. Personen mit unzureichendem Impfschutz tragen ein erhöhtes Risiko. Mit einer einzigen Injektion lässt sich der Impfschutz aber wieder auffrischen.
Frühe, uncharakteristische Anzeichen sind Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Schluckbeschwerden. Beginnend mit einer einfachen Halsentzündung, bilden sich häufig in kurzer Zeit membranartige Beläge an Gaumen und Rachen. Ohne rechtzeitige Behandlung können diese zu akuter Atemnot führen und der Patient erstickt.
Es ist richtig: Diphtherie und Tetanus kommen bei uns nur noch selten vor. Allerdings gab es in den letzten 10 Jahren in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion regelrechte Diphtherie-Epidemien. Die Gefahr besteht, dass durch Reisende Diphtherie eingeschleppt wird. Wer sich sorglos verhält und sich nicht impfen lässt, riskiert auch hierzulande eine Infektion. Auch bei einer Urlaubsreise nach Afrika, Süd-Amerika oder Asien kann man sich mit Diphtherie oder Tetanus anstecken.
Eine im Kindesalter durchgeführte Grundimmunisierung durch viermalige Impfung im ersten Lebensjahr bedeutet keinen lebenslangen Schutz gegenüber dieser lebensbedrohlichen Krankheit. Es werden daher Jugendlichen und Erwachsenen konsequente Auffrischimpfungen in zehnjährigen Abständen empfohlen. Da für Diphtherie dasselbe Impfschema gilt wie für Wundstarrkrampf (Tetanus), werden beide Impfungen meist miteinander kombiniert.
Frauen mit KinderwunschDie vorbeugende Impfung wird Frauen mit Kinderwunsch empfohlen, die keine schützenden Antikörper gegen Windpocken haben.Erwerbstätige im GesundheitswesenAlle Erwerbstätigen im Gesundheitswesen, sowie Berufstätige in Gemeinschafts-einrichtungen für das Vorschulalter (Kindergarten, Kindertagesstätten) sollen sich zum Schutz gefährdeter Risikogruppen, insbesondere von Säuglingen und Kleinkindern, impfen lassen, sofern sie keine Immunität gegen Windpocken besitzen.
Bei einer Windpocken-Erkrankung in der Schwangerschaft kann das Virus auf das ungeborene Kind übertragen werden. Oft kommt es in der Folge zu schweren Komplikationen für Mutter und Kind. Beim Ungeborenen können sich Hautveränderungen, neurologische Erkrankungen (wie Lähmungen der Gliedmaßen, Krampfanfälle, Fehlentwicklungen des Gehirns), Augenschäden oder Störungen im Knochenbau entwickeln. Jedes fünfte Neugeborene mit Windpocken stirbt nach der Geburt. Zudem kann eine Windpocken-bedingte Lungenentzündung für die werdende Mutter lebensbedrohlich sein. Um die Erkrankung und ihre Folgen zu verhindern, sollen sich Frauen im gebärfähigen Alter, insbesondere Frauen mit Kinderwunsch, deshalb vor einer geplanten Schwangerschaft impfen lassen.
Pneumokokken sind weltweit verbreitete Bakterien. Jeder Zweite trägt sie im Nasen-Rachen-Raum, wo sie normalerweise vom Immunsystem in Schach gehalten werden.
Es dauert etwa 3 Wochen bis der Körper ausreichend vor den schweren Verlaufsformen einer Pneumokokken-Infektion geschützt ist. Die Impfung sollte dann alle sechs Jahre wiederholt werden, um diesen Impfschutz aufrecht zu erhalten. Im Gegensatz zur Grippe gibt es für Pneumokokken keine Saison. Eine Impfung ist das ganze Jahr über möglich.
Durch Alter oder eine Grunderkrankung können die Abwehrkräfte geschwächt sein. Dann können die Bakterien zu lebensgefährlichen Erkrankungen, darunter vor allem Lungenentzündung und Blutvergiftung, führen.
Grundsätzlich alle Menschen über 60 Jahre
Unabhängig vom Alter: Menschen mit chronischen Erkrankungen...
der Atemwege (z.B. Asthma) des Herz-Kreislauf-Systems der Nieren und des Stoffwechsels (z.B. Diabetes) vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie (z.B. bei Mammakarzinom)
Gerade diese Menschen sind häufig durch schwere Verläufe betroffen, die sogar tödlich enden können.
Die Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen beugt Lungenentzündungen, schweren Verläufen und Komplikationen vor. Deshalb wird sie für gefährdete Menschen von der Ständigen Impfkomission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfohlen. Die Kosten dafür tragen die Krankenkassen. Menschen mit einem erhöhten Risiko für eine Pneumokokken-Erkrankung sollten sich alle 6 Jahre impfen lassen. Nur für gesunde ältere Menschen reicht eine einmalige Impfung.
Schüttelfrost und plötzliches hohes Fieber über 38 Grad sind meist die ersten Anzeichen. Die Beschwerden bei einer Pneumokokken-Erkrankung unterscheiden sich nach dem Entzündungsort: Husten mit Auswurf bei einer Lungenentzündung, Ohrenschmerzen bei einer Mittelohrentzündung oder Kopfschmerz bei einer Hirnhautentzündung. Treten diese Symptome auf, muss sofort ein Arzt hinzugezogen werden.
Pneumokokken sind weltweit verbreitet. Im Ausland sind viele Bakterien gegen Antibiotika unempfindlich. In Frankreich, Spanien, Irland, Griechenland und einigen osteuropäischen Ländern, ist Penicillin bei 30 bis 50 Prozent der Pneumokokken wirkungslos. Die vorbeugende Impfung ist daher umso wichtiger.
Mit zunehmendem Alter nehmen die Abwehrkräfte ab, die Pneumokokken-Bakterien haben dann ein leichteres Spiel. Deshalb wird diese Impfung grundsätzlich für alle über 60-Jährigen und chronisch Kranken jeder Altersgruppe empfohlen. Die Impfstoffe sind alle gut verträglich, Rötungen oder leichte Schwellungen an der Einstichstelle sind möglich
Ja, unbedingt, denn selbst wer bereits eine Erkrankung überstanden hat, ist nicht gegen alle Pneumokokken-Typen immun. Man kann also wieder daran erkranken. Der Impfstoff schützt gegen die 23 am häufigsten vorkommenden Pneumokokken-Typen. Deshalb ist die Impfung richtig und wichtig.
Ja, denn insbesondere wer mit Lungenproblemen zu tun hat, ist besonders gefährdet. Aber auch andere chronische Krankheiten wie Asthma, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen schwächen das körpereigene Abwehrsystem. Das macht es Krankheitserregern wie den Pneumokokken leichter, und eine Erkrankung kommt eher zum Ausbruch.
Ja. Pneumokokken werden durch eine Tröpfcheninfektion, das heißt z. B. durch Niesen und Husten übertragen. Viele Menschen tragen diese Bakterien in sich, ohne es zu wissen. Jeder kann sich anstecken und erkranken. Daher ist das Zusammensein mit anderen Menschen ein wichtiger Grund, sich impfen zu lassen. Hinzu kommt, dass bei älteren Menschen die Abwehrkräfte generell geschwächt und sie empfänglicher für die Infektion sind.
Gerade bei chronischen Erkrankungen sollten Sie gegen Pneumokokken geimpft werden, allerdings nicht bei einer akuten Infektion, beispielsweise wenn Sie hohes Fieber haben. Banale Infekte, bei denen die Körpertemperatur unter 38,5°C liegt, sprechen nicht gegen die Impfung.
Die Impfung schützt vor den Hauptverursachern der schweren Pneumokokken-Erkrankungen. Zwar gibt es rund 90 unterschiedliche Stämme, von denen 23 durch den Impfstoff abgedeckt werden. Aber diese 23 verursachen 90 Prozent der Erkrankungen, oft mit schwerem Krankheitsverlauf.
Für Sie ist die Impfung offiziell empfohlen, Sie haben ein Recht auf die Impfung.
Beide Impfungen schützen vor den schweren Verlaufsformen einer Lungenentzündung. In der kalten Jahreszeit sind wir sowohl den Grippe-Viren als auch den Pneumokokken-Bakterien ausgeliefert. Ist der Körper erst einmal durch Viren geschwächt, gelangen die Pneumokokken-Bakterien leicht in die Bronchien und verursachen am häufigsten Lungenentzündungen, die mit schweren Komplikationen einher gehen können. Um einer Erkrankung vorzubeugen, sollten sich insbesondere ältere Menschen, zusätzlich zur generellen Stärkung des Immunsystems, jährlich gegen Grippe und alle sechs Jahre gegen Pneumokokken impfen lassen. Der Arzt kann beide Impfungen an einem Termin geben.
Alle Menschen sollten die Standard-Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio haben. Erwachsene vergessen leider häufig ihren Impfschutz durch eine Auffrischimpfung zu erneuern. Alle zehn Jahre sollte eine Auffrischung gegen Diphtherie und Tetanus erfolgen. Besteht enger Kontakt zu einem Säugling, sollte darüber hinaus auch der Schutz gegen Keuchhusten gewährleistet sein. Er hält nach Erkrankung oder Impfung etwa 10 bis 15 Jahre an.
Das Hepatitis A-Virus wird mit verunreinigtem Trinkwasser und Nahrungsmitteln (Salate, Eis, Muscheln) und durch Schmierinfektion auf den Menschen übertragen. Ausreichenden Schutz vor der Infektion bietet die Impfung. Der Impfschutz tritt nach ein bis zwei Wochen ein. Eine zweite Impfung führt zu einem Langzeitschutz. Nach etwa zehn Jahren sollte eine Auffrischung erfolgen.
Drei bis sechs Tage nach dem Stich der Aedes-Mücke, die Träger des Gelbfieber-Virus ist, können Infizierte an plötzlich auftretendem Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen leiden. Später kann es dann zu einem zweiten Fieberschub kommen, der mit Gelbsucht, Kreislaufproblemen, Erbrechen von Blut und Darmblutungen einhergehen kann. Nicht alle Betroffenen erkranken. Bei Einreise in einige Länder, in denen das Gelbfieber-Virus "heimisch" ist, ist eine Impfung vorgeschrieben. Diese darf jedoch nicht von jedem Arzt, sondern ausschließlich in offiziellen Gelbfieber-Impfstellen durchgeführt werden.
Das ist richtig. Typhus-Bakterien sind weltweit verbreitet und gelangen bei unzureichender Hygiene in Trinkwasser und Nahrungsmittel. Heute ist Typhus in allen tropischen und subtropischen Ländern "zu Hause" und wird durch Urlauber nach Deutschland eingeschleppt. In Deutschland sind daher jährlich etwa 75 bis 100 Typhus-Infektionen zu verzeichnen.
Um Malaria vorzubeugen ist zunächst einmal an einen ausreichenden Mückenschutz, vor allem in den Abend- und Nachtstunden, zu denken. Hierzu zählen körperbedeckende Kleidung, ein Moskitonetz sowie Cremes und Lotionen mit repellenter (abweisender) Wirkung. Darüber hinaus kann die vorbeugende Einnahme schützender Medikamente (Chemoprophylaxe) in Betracht kommen bzw. eine notfallmäßige Selbstbehandlung. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen erhältlicher Medikamente ist eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung bei der Beratung wichtig.
Es gibt verschiedene Arten von Malaria-Erregern, deren Form und Oberfläche sich während des Krankheitsverlaufs mehrmals ändern. Aus diesem Grund ist es sehr schwierig, einen Impfstoff herzustellen, der gegen alle Arten und Stadien des Erregers wirkt. Daher ist die seit Jahren erprobte Chemoprophylaxe, also die Einnahme von Tabletten, zu empfehlen.
Auch bei Kindern gilt: Reiseimpfungen nicht vergessen! Je nach Urlaubsland und individuellem Risiko sind Impfungen gegen Hepatitis A, Typhus, Meningokokken, (Frühsommer-Meningoenzephalitis), Japanische Enzephalitis, Tollwut, Grippe, Pneumokokken und Gelbfieber zu empfehlen. Für verschiedene Impfungen ist bei Säuglingen allerdings ein Mindestalter zwischen 6 und 24 Monaten vorgeschrieben. Besonderheiten bestehen auch bei der Malariaprophylaxe. Prinzipiell gelten hier für Kinder dieselben Empfehlungen wie für Erwachsene. Ausnahmen sind Neugeborene und Säuglinge bis zu 6 Monaten. Sie können in mückenfreien Schlafräumen und mit einem richtig verwendeten Moskitonetz gegen die Überträgermücken geschützt werden. Aber auch hier gilt: Vorher immer zum erfahrenen Mediziner.
Mit Impfvorschriften will das Reiseland seine eigene Bevölkerung schützen und verhindern, dass Krankheiten eingeschleppt werden. Empfohlene Reiseimpfungen hingegen sollen den Reisenden davor schützen, sich im Urlaubsland mit einer Infektionskrankheit anzustecken. Informieren Sie sich ausführlich über das Reiseziel und die empfohlenen Impfungen. Diese Impfempfehlungen werden in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) regelmäßig aktualisiert. Länderspezifische Informationen zur Reisegesundheit erhalten Sie hier www.crm.de.
Eine Reise sollte für Jeden Anlass sein, den Impfstatus zu überprüfen. Kinder sollten für eine Reise unbedingt einen aktuellen Impfschutz laut STIKO-Impfkalender haben. Darüber hinaus sind je nach Urlaubsziel verschiedene Reiseimpfungen zu empfehlen. Diese schützen gegen Infektionskrankheiten, die in Deutschland nicht oder nicht mehr vorkommen.
Zu den klassischen Reiseimpfungen zählen folgende Impfungen: Hepatitis A, Typhus, Gelbfieber, Hepatitis B, Tollwut, eitrige Hirnhautentzündungen (Meningokokken-Meningitis), FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Japanische Enzephalitis. Selbstverständlich ist bei allen Reisen auch auf Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung (Poliomyelitis) und Masern zu achten. Über 60-Jährige sollten auch an ihren Pneumokokken- und Grippe-Impfschutz denken.
Viele Auslandsreisen bergen unerwartete Gesundheitsrisiken: So kann es in manchen Ländern an Hygiene mangeln oder aber aufgrund dort vorhandener anderer Krankheitserreger zu schweren Infektionen kommen. Vorsorge ist der beste Schutz vor Reisekrankheiten. Ein ausreichender Impfschutz steht dabei ganz oben auf der Liste der Maßnahmen. Vor dem Antritt einer Reise sollten nicht nur die für das Urlaubsziel notwendigen speziellen Impfungen durchgeführt werden. Auch der allgemeine Impfstatus sollte überprüft werden. Nicht alle Reisenden denken heute an einen ausreichenden Impfschutz. Besonders der Trend zu Last-Minute-Reisen lässt kaum Zeit für eine ausreichende Vorbereitung auf gesundheitliche Risiken einer Urlaubsreise.
Da der Impfschutz meist erst nach einigen Tagen wirksam wird, sollte das Impfprogramm möglichst 10 bis 14 Tage vor der Reise abgeschlossen sein.
Jede Auslandsreise in südliche, subtropische und tropische Länder erfordert mindestens sechs Wochen vor Reiseantritt eine ausführliche Beratung durch einen erfahrenen Arzt. Die benötigten Schutzmaßnahmen sind von Land zu Land verschieden. Darüber hinaus ändert sich die Lage häufig. Auch der Reisestil, wie beispielsweise Trekking durchs Landesinnere, Strandurlaub oder eine Bildungsreise, hat Einfluss auf die notwendigen Vorsorgemaßnahmen.
Die Hauptansprechpartner in Sachen Reiseimpfungen sind neben den staatlichen Gesundheitsämtern Ärzte und Apotheker.
Die meisten Impfungen können vom Hausarzt vorgenommen werden. Eine Ausnahme ist die Gelbfieberimpfung, die nur von ausgewiesenen Gelbfieber-Impfstellen durchgeführt werden darf. Darüber hinaus wird auch in Gesundheitsämtern geimpft.