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Freitag, 12. März 2010
 
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Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen


Auf seine Gesundheit zu achten, ist für jeden wichtig. Aber als Frau gibt es bestimmte Probleme, derer man sich bewusst sein und gegen die man sich schützen sollte – insbesondere die Gefährdung durch Gebärmutterhalskrebs.

Häufig gestellte Fragen

Was und wo ist der Gebärmutterhals?

Der Gebärmutterhals ist der untere Teil der Gebärmutter, der diese mit der Scheide verbindet. Zwischen dem äußeren und inneren Teil des Gebärmutterhalses liegt ein sehr empfindlicher Bereich, der im Laufe des Lebens einer Frau – während Pubertät, Geburten und in den Wechseljahren – verschiedenen Veränderungen unterliegt. An dieser Stelle entstehen die meisten Fälle von Gebärmutterhalskrebs.

Gebärmutterhalskrebs
Wie häufig ist Gebärmutterhalskrebs?

Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Obwohl Vorsorgeuntersuchungen (regelmäßige Abstriche) hilfreich sind, sterben in Europa bedauerlicherweise jeden Tag immer noch 40 Frauen an Gebärmutterhalskrebs.

Was ist die Ursache für Gebärmutterhalskrebs?

Anders als viele andere Krebsarten ist Gebärmutterhalskrebs nicht erblich. Die Ursache dieser Krebsart ist immer ein bestimmtes Virus, genannt humanes Papillomvirus. Einige Typen dieses Virus können die gesunden Zellen des Gebärmutterhalses krankhaft verändern. Diese Zellen können sich wiederum, in einer geringen Anzahl der Fälle, normalerweise über einen langen Zeitraum (von einigen Jahren bis zu Jahrzehnten), zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln.

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Wer kann von dieser Krebsart betroffen sein?

Jede Frau, die mit dem humanen Papillomvirus infiziert wird, kann das Risiko in sich tragen, Krebs zu entwickeln.

Wichtig: Obwohl 40% aller Frauen zwischen 35 und 54 Jahre alt sind, wenn bei ihnen Gebärmutterhalskrebs festgestellt wird, sind die meisten von ihnen wahrscheinlich mit dem Virus in Kontakt gekommen, als sie jung waren, im Alter zwischen 16 und 25 Jahren.

Wie wird das humane Papillomvirus übertragen?
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Dieses Virus ist durch Genitalkontakt von einem Menschen auf den anderen übertragbar.

Wenn Sie also eine intime Beziehung zu einem Träger der humanen Papillomviren haben, können Sie sich infizieren. Für eine Infektion ist kein Geschlechtsverkehr notwendig.

Mir wird das nicht passieren!

Vielleicht doch! Da das humane Papillomvirus weit verbreitet ist, sehr leicht übertragen werden und unerkannt bleiben kann, werden die meisten von uns ohne ihr Wissen irgendwann in ihrem Leben damit in Berührung kommen.

Tatsächlich kommen schätzungsweise 70% aller Frauen und Männer im Laufe ihres Lebens mit dem humanen Papillomvirus in Kontakt.

Obwohl die Mehrheit der mit dem Virus infizierten Personen keinen Krebs (in 90% der Fälle wird das humane Papillomvirus auf natürliche Weise besiegt) entwickeln, sollten Sie unbedingt darüber Bescheid wissen, weil das Virus so weit verbreitet ist.

Welche Erkrankungen werden noch durch Papillomviren ausgelöst?

Es gibt viele verschiedene Typen des Papillomvirus. Einige von ihnen können die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verursachen. Manche Virustypen befallen den äußeren Genitalbereich der Frau und die Scheide und können (in sehr seltenen Fällen) dort Krebs auslösen. Verschiedene Virustypen können Genitalwarzen verursachen – ein leichter zu bemerkendes Zeichen der Virusinfektion.

Wie wird Gebärmutterhalskrebs festgestellt?

Gebärmutterhalskrebs kann jede Frau treffen. Deshalb gibt es die regelmäßige und kostenfreie Krebsvorsorge, den sog. Abstrich. Diese Vorsorgeuntersuchung ist eine einfache und erfolgreiche Maßnahme, um frühe Stadien der Erkrankung festzustellen. Dies ist sehr wichtig, denn Gebärmutterhalskrebs kann im frühen Stadium fast immer erfolgreich behandelt werden. Deshalb ist es wichtig, dass Sie regelmäßig an den Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen.
Diese schnelle und einfache gynäkologische Untersuchung wird durch Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt durchgeführt, die/der Sie gern weitergehend informiert. Sprechen Sie sie/ihn darauf an.

Wie werden auffällige Befunde am Gebärmutterhals behandelt?

Die Behandlung hängt stark vom Schweregrad der Veränderung ab. Normalerweise können veränderte Zellen schnell und erfolgreich durch eine Laserbehandlung oder einen ambulanten chirurgischen Eingriff entfernt werden.

Haben sich die veränderten Zellen allerdings schon zu Krebs weiterentwickelt, ist die Behandlung leider sehr langwierig und schwieriger und kann die Fruchtbarkeit beeinflussen.

Wie können Sie sich vor Gebärmutterhalskrebs schützen?

Die Krebsfrüherkennungsuntersuchung kann frühe Veränderungen feststellen. Seit über einem Jahr gibt es außerdem eine Impfung, die vor Gebärmutterhalskrebs schützen kann. Am besten ist es, geimpft zu sein, bevor man mit dem Virus in Kontakt kommt.

Die Impfung wird gemäß der STIKO -Empfehlung von den gesetzlichen Krankenkassen für Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren übernommen. Einige Krankenkassen erstatten jedoch über diese Grenzen hinaus. Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse.

Eine Übersicht über Gesetzliche Krankenkassen, die die HPV-Impfung über den von der STIKO empfohlenen Personenkreis hinaus erstatten, finden Sie auf www.impfkontrolle.de.

Für weitere Informationen zu den angesprochenen Themen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

Jetzt liegt es in Ihrer Hand!

Jetzt, da Sie über diese ernsthafte Bedrohung Ihrer Gesundheit informiert sind, können Sie mithelfen, auch Ihre Schwester, Freundin, Cousine oder Ihre Tochter zu schützen. Erzählen Sie Ihnen, dass ...

... Gebärmutterhalskrebs und andere Erkrankungen von humanen Papillomviren verursacht werden, die sehr weit verbreitet und ansteckend sind. Und erzählen Sie, was man tun kann, um sich davor zu schützen.

Für weitere Informationen zu den auf dieser Seite angesprochenen Themen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt und/ oder besuchen Sie www.tellsomeone.de.

Mehr zum Thema

20 Fragen zur Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) - Video-Interview mit Prof. Schneider
Prof. Achim Schneider von der Berliner Charité beantwortet 20 Fragen zu Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV) und zur Impfung gegen die krebsauslösenden Erreger auf der Seite des Berufsverbandes der Frauenärzte.

Häufig gestellte Fragen zum Thema
Das Robert Koch-Institut in Berlin (RKI) beantwortet häufig gestellte Fragen zu Infektionskrankheiten. Die Internetseiten des Robert Koch-Instituts zum Impfen werden vom Fachgebiet Impfprävention des Robert Koch-Instituts betreut und ständig aktualisiert.

Gebärmutterhalskrebs - Informationen des Deutschen Grünen Kreuzes

www.spmsd.de

www.spmsd.de

Für Fachkreise

www.impfservice.de

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